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Petition
besorgter Eltern an der neuen Haselmattenstrasse fordert:
Mehr
Sicherheit für Kinder

Naters
/ Kinder sind die schwächsten Teilnehmer im Strassenverkehr. Daher
ist die Forderung von rund 50 Petitionären im Weingartenquartier klar:
Die neue Haselmattenstrasse muss für Kinder möglichst sicher sein.
Von
Waldemar Schön
Rund
drei Millionen Franken investiert die Gemeinde Naters in den Bau der Haselmattenstrasse.
Und just in diesem Gebiet herrscht eine rege Bautätigkeit. Im Moment werden
durch die im Bau befindliche Strasse an die 50 Familien erschlossen. Aber
diese Zahl wächst rasch. Das heisst für die Anwohner zuunterst an der
Haselmattenstrasse mehr Verkehr und dadruch eine grössere Unfallgefahr.
Vorbeugen
statt heilen
Vor allem für die über 50 Kinder, die in unmittelbarer Nähe der unteren
Haselmattenstrasse wohnen, können unvorsichtige Automobilisten zur Gefahr
werden. Die Gefahr wird zusätzlich verschärft, weil auf beiden Seiten
der neuen Strasse hinter dem Ortsbusdepot ein privater und ein gemeindeeigener
Spielplatz liegen. Um vom einen zum anderen Spielplatz zu gelangen, muss
die Haselmattenstrasse überquert werden. "Es darf ja nicht erst etwas
unternommen werden, wenn ein Unfall passiert ist. Wir sind für eine Lösung,
die zum voraus Unfälle verhindert", lautet der Tenor der Anwohner. Daher
wurde gemeinsam eine Petition unterzeichnet und dem Gemeinderat vorgelegt.
Inhalt: Es sollen Massnahmen ergriffen werden, welche die Sicherheit der
Kinder im Quartier erhöhen. "Bereits in der Bauphase ist es zu kritischen
Situationen gekommen", ist dem Brief an die Gemeinde zu entnehmen. Und
die rege Bautätigkeit im Quartier wird in den nächsten Jahren kaum abnehmen.
Gemeinde
reagiert
Eine Ortsschau zeigt: Die in einem weiten Bogen abfallende Strasse kann
durchaus zu überhöhtem Tempo führen. Und die Unberechenbarkeit von spielenden
Kindern ist trotz guter Übersicht sprichwörtlich. Ums so mehr, als dass
einer der Spielplätze auf zwei Seiten von der neuen Strasse umgeben ist.
"Wir haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Anwohner", erklärt Gemeinderat
Andreas Schmid gegenüber der RZ. Man habe die Petition im Rat besprochen
und auch entsprechende Massnahmen eingeleitet, so Schmid weiter. Die da
sind? "Wie in der Weingartenstrasse wird auch hier Tempo 30 herrschen.
Ein Fussgängerstreifen wird aufgemalt und zusätzlich werden Tafeln auf
die Anwesenheit von Kindern hinweisen. Und schliesslich muss mit entsprechenden
Mitteln auf die Einhaltung der Tempolimite geachtet werden", erklärt Andreas
Schmid. War früher noch geplant, die Strasseneinfahrt auf beiden Seiten
des Busdepots zu führen, wurde darauf verzichtet.
Kontrollen
Kein Thema sind hingegen verkehrsberuhigende Massnahmen wie Schwellen
oder Fahrbahnverengungen. "Der höhere Lärmpegel würde sofort zu Einsprachen
und Reklamationen führen", vertritt Schmid die Meinung des Rates. Und
wie steht es mit einem Zaun entlang des gemeindeeigenen Spielplatzes?
Dies müsse angeschaut werden, wenn die Strasse im Oktober fertig sei,
erklärt Schmid. "Wenn es nötig ist, einen solchen Zaun zum Schutz der
Kinder zu errichten, wird dies auch geschehen", verspricht er. Und wenn
sich zeigen sollte, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer über die Stränge
schlagen, bleibt immer noch die Möglichkeit von Geschwindigkeitskontrollen.
Bei Tempo 30 ist man schnell mal das Doppelte drüber. Resultat: Spätestens
nach dem ersten Permisentzug wird jeder vorsichtiger.
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