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Aletschmarathon
um ein Jahr verschoben
Sicherheit
der Läufer geht vor
Aletsch
/ Das Ziel bleibt dasselbe, nur der Zeitrahmen wechselt. Die Austragung
des ersten Aletschmarathons wird um ein Jahr verschoben. Grund: Die Strecke
muss auf dem letzten Abschnitt aus Gründen der Sicherheit verändert werden.
Von
Waldemar Schön
Noch
Anfangs Sommer waren sich die Organisatoren sicher, dass am 1. Juli 2000
der Aletschmarathon über die Bühne gehen wird. "Wir haben von allen Seiten
sehr gute Echos erhalten. Läuferkreise waren begeistert und auch potentielle
Sponsoren zeigten sich offen für Gespräche. Aber die Zeit wird knapp,
den Anlass herzubringen, wie wir ihn uns vorstellen. Wir warten noch ein
Jahr", erklärt Armand Kreuzer, Mitinitiant des Aletschmarathons.
Sicherheit
geht vor
Ein Jahr Verzögerung beim Projekt Aletschmarathon Sicherheit der Läufer
geht vor Neben zeitlichen und finanziellen Aspekten ist die Sicherheit
ein wesentlicher Punkt für die Verschiebung. Kurz vor dem Marathonziel
auf der Nordflanke des Bettmerhorns hat sich die Steinschlaggefahr massiv
verschärft. "Wenn im Juli oberhalb des Wanderweges noch Schnee liegt,
kann der Weg nicht für einen Grossanlass genutzt werden", erklärt der
Bettmer Gemeindepräsident Ignaz Imhof. Bei der Beurteilung der Gefahr
stützen sich Gemeinde und Verkehrsbetriebe auf ein geologisches Gutachten.
Mit einer Sprengung wurde die gröbste Gefahr zwar beseitigt. Aber mit
2000 Läufern ist das Risiko zu hoch. Neuer Weg Klar ist: Es muss eine
neue Möglichkeit geschaffen werden, um die Verbindung zwischen Märjela
und Bettmerhorn auch für den Aletschmarathon sicher zu machen. Deshalb
wird der bestehende, tiefer gelegene Wanderweg ausgebaut und bis zum Bettmerhorn
verlängert. Mit diesen Arbeiten soll bereits im Herbst begonnen werden.
Die Tauglichkeit der Strecke für eine Laufveranstaltung muss aber im nächsten
Frühjahr zuerst getestet werden, bevor 2000 und mehr Läufer sich auf die
Strecke wagen. Mitorganisator Armand Kreuzer: "Denn ohne die Teilstrecke
Märjela-Bettmerhorn würde dem Aletschmarathon das Herz fehlen." Und gerade
bezüglich der Streckenführung auf den letzten zwei Kilometern scheiden
sich die Geister von Lauforganisatoren und Bahnverantwortlichen.
Zustand
der Wanderwege
Was in diesem Jahr beim Gletscherlauf von der Bettmeralp auf das Bettmerhorn
aufgefallen ist, war eine Häufung von Unfällen. Ettliche Läufer knickten
sich das Sprunggelenk um. "Ein Zeichen dafür, dass sich die Qualität der
Wanderwege in den letzten Jahren verschlechtert hat", so Armand Kreuzer
gegenüber der RZ. Und der Streckenverantwortliche Beat Imhof doppelt nach:
"Natürlich hegen die Tourismusverantwortlichen auch gewisse Hoffnungen,
dass mit einem Aletschmarathon auch die Situation der Wanderwege in der
hochalpinen Region verbessert wird." Dem stimmt auch Bernhard Stucky zu,
seit 25 Jahren Kurdirektor auf der Bettmeralp.
Wie
weiter
Tatsache ist, dass im nächsten Jahr kein Aletschmarathon stattfinden wird.
Dieser wird um ein Jahr verschoben, damit ein möglicher letzter Streckenabschnitt
auf seine Tauglichkeit geprüft werden kann. Eine Option halten sich die
Organisatoren aber offen. Denn es wäre schade, für ein Jahr keinen Lauf
auf die Beine zu stellen, ist man sich einig. Wie aber ein solcher Lauf
aussehen könnte, ist noch völlig offen. "Das hängt auch davon ab, wie
das letzte Wegstück auf das Bettmerhorn beschaffen sein wird", so Armand
Kreuzer. Möglich ist auch ein Halbmarathon, bei dem auch gleich die neue
Organisation getestet werden könnte.
Information
wichtig
Und wie
erfahren die zahlreichen interessierten Läufer von der Programmänderung?
"Ein Teil kann über die Medien erreicht werden. Wer sich bereits schriftlich
oder per Email für den Aletschmarathon interessiert hat, wird direkt über
diese Änderung informiert. "Und aktuelle Informationen gibt es auch auf
der Homepage der RZ unter www.rz-online.ch/aletsch-marathon", lassen sich
die Organisatoren verlauten. Diese Verzögerung heisst allerdings auch,
dass man gegenüber anderen Veranstaltungen ähnlicher Art ins Hintreffen
geraten kann. Aber die Organisatoren sind sicher, dass der Aletschmarathon
ein einmaliges Produkt ist, dass keinen Konkurrenzvergleich zu scheuen
braucht.
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