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Vorschau auf die Ständeratswahlen Das Oberwallis als Verlierer? Oberwallis / Die Ständeratswahlen werden zum grossen Poker fürs Oberwallis. Im Kampf zwischen CVPO und SPO könnte es letztlich einen lachenden Dritten geben: das Welschwallis! Noch nie gab es soviele Ständeratskandidaten - und selten war die Gefahr so gross, dass das Oberwallis seinen Sitz verliert. Bereits zwischen 1928 und 1943 sassen nur Welschwalliser im Ständerat. In der Zwischenzeit hat sich die Parteienlandschaft verändert. Die Minderheitsparteien sind erstarkt und wollen die CVP-Mehrheit brechen. Seit der Wahl des ersten SP-Staatsrates erscheint dies sehr realistisch. Die enorme Medienpräsenz von Peter Bodenmann, der gegenüber dem Sonntagsblick offen von einem Ticket SP-FDP im zweiten Wahlgang sprach, hält das Gerücht um seine eigene Ständeratskandidatur im zweiten Umgang am brodeln. Trotzdem erscheint eine Kandidatur Peter Bodenmann wenig opportun: Wer im selben Jahr als Staatsrat zurücktritt und als Ständerat kandidiert, fährt mit dem Volkswillen Schlitten. Von der FDP-SP-Allianz hat bisher nur die Linke bei den Staatsratswahlen profitiert. Ob die FDP sich auf einen Pakt mit der SP einlässt, ist fraglich. Dafür wäre ein anderes Szenario denkbar: Die FDP könnte mit der CVPU das Päckchen schnüren. Die beiden Nationalräte Bernard Comby (FDP) und Simon Epiney (CVPU) würden so als bereits bekannte Figuren locker in die Kleine Kammer einziehen. In der Angst, im Kampf gegen ein FDP-SP-Paket beide CVP-Ständeratssitze zu verlieren, könnte die CVP im zweiten Wahlgang durchaus einen Pakt mit der FDP schliessen und zumindest einen Sitz retten. Zu den Verlierern gehörte dann nicht nur die CVPO, sondern das ganze Oberwallis. Bei einer Allianz SP-FDP hingegen wären wohl Comby und Waeber zu favorisieren. Der Grund: Die CVPO ist angeschlagen und ihr Kandidat Rolf Escher ist in den eigenen Reihen ebenso wie bei der CSPO umstritten. Klar ist nur das Eine: Die Karten werden nach dem ersten Wahlgang neu gemischt. Damit das Oberwallis dann noch einen Trumpf im Ärmel hat, sollten die Wähler Partei- und Regionsinteressen berücksichtigen. GER |