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Visper
Ortsmarketing informiert am 25. Oktober im La Poste
Verkaufsförderung
verstärken
Visp
/ Gibt es in Zukunft in Visp die guten alten Rabattmärkli aus Grossmutters
Zeiten? Zumindest zielen Pläne des Ortsmarketings in die Richtung, mit
Rabatten die Verkaufsförderung zu stärken und auch eine stärkere Kundenbindung
zu schaffen.
Von
Waldemar Schön
Verschiedene
Punkte stehen am 25. Oktober ab 19.30 Uhr im La Poste auf dem Programm,
ist einer Einladung des Ortsmarketings zu entnehmen. Zum einen gehe es
darum, auf eineinhalb Jahre Ortsmarketing zurückzublicken, in denen zum
Beispiel Projekte wie der "Pürumärt" umgesetzt wurden. Ein Blick auf künftige
Projekte steht ebenso auf dem Programm wie die Verleihung des 1. Goldenen
Fenstergriffs an die Sieger des Schaufensterwettbewerbes in Visp. Interessant
wird es vor allem in zwei Punkten. Zum einen sollen Konzepte über Parkleitsysteme
in Visp vorgestellt werden. Dieses Thema beschäftigt das Visper Gewerbe
seit einiger Zeit. Der zweite interessante Programmteil bildet die Vorstellung
eines Verkaufsförderungssystems.
Rabattmärkli?
"Zu
diesem Thema äussere ich mich vor der Information am 25. Oktober nicht",
erklärt der Ortsmarketingverantwortliche Peter Salzmann auf Anfrage. Er
wolle, dass die Interessierten aus erster Hand informiert würden und nicht
Gerüchte gestreut würden, wie dies im Zusammenhang mit der Diskussion
um den Internetauftritt oder die Fusionsgeschichte zwischen Gewerbe- und
Verkehrsverein geschehen sei, gibt sich Salzmann zurückhaltend. Die Antworten
müssen also sonstwo gesucht werden. Aber auch auf Seiten Gewerbeverein
weiss man nichts Genaues über die Verkaufsförderungspläne für Visp. "Ich
weiss nur von einer Veranstaltung, an der informiert werden soll", so
Gewerbepräsident Jean-Pierre Bringhen.
Durchaus
interessant
Die Rede ist von einem Rabattmarkensystem, das Visp für Kunden attraktiver
machen soll und vor allem die Kundenbindung verstärkt, wie Beispiele andernorts
zeigen. Kundenkarten wie die Cumulus der Migros oder auch von Geschäften
in der Region gehen in diese Richtung. "Für mich wäre ein neues Sysem
nicht interessant, weil ich eine eigene Kundenkarte habe", erklärt Fredy
Bayard von Mode Bayard gegenüber der RZ. Aber für die anderen Geschäfte
könne dies eine gute Sache sein. Aber auch er kenne keine Details, so
Geschäftsmann und Gewerbevorstandsmitglied Bayard.
Mehrere
Standorte
Ein Problem ist allerdings darin zu suchen, dass ein Rabattsystem die
verschiedenen Branchen unterschiedlich belastet, da nicht überall mit
den selben Margen gearbeitet wird. Wenn bei schmalen Margen zusätzlich
Rabatte gewährt werden müssen, wirds eng. Weiter gilt es zu bedenken,
dass vor allem Geschäfte mit Standorten in verschiedenen Oberwalliser
Gemeinden in die Zwickmühle geraten. Denn warum sollten Kunden in Visp
für das selbe Produkt dank Treuerabatt weniger bezahlen als in Brig? Das
Betrifft Geschäfte wie ZAP, Femina oder auch den Loeb - nicht gerade unwichtige
Läden in Visp. Auch wenn jedes Geschäft freiwillig mitmachen kann, muss
doch eine gewisse Anzahl Läden dabei sein, um die Sache attraktiv zu gestalten.
Kommt hinzu, dass dies in Visp nicht der erste Oberwalliser Versuch ist,
mit einem Rabattmarkensystem den Ort besser zu verkaufen. In Brig wurde
vor ein paar Jahren die 'Briger Card' als Idee ins Spiel gebracht aber
bereits im Keim erstickt. Man darf also gespannt sein, was für ein System
das Ortsmarketing Visp am kommenden Montag, 25. Oktober vorstellen wird.
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