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Netzausbau
im Oberwallis verzögert sich weiter
Diax:
noch 20 Natel-Antennen
Brig
/ Oberwallis / Das Telekommunikations-Unternehmen Diax ist mit der
Abdeckung des Mobilnetzes bis zu drei Monate in Verzug geraten - auch
im Oberwallis, wo noch zwanzig Antennenanlagen geplant sind. Jetzt setzt
Diax auf den Dialog mit der Bevölkerung und den Behörden.
Von
Dagmar Zumstein
Die Ausgangslage ist bekannt: Die Flut von Baugesuchen für Natel-Antennen
nimmt zu. Ebenfalls die Einsprachen der Bürger bei den Behörden. Die Folge:
Bis Ende 1999 sollte Diax schweizweit eine 90prozentige Abdeckung gegenüber
dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) gewährleisten. Auch die Kundschaft
möchte von der bestmöglichen Abdeckung profitieren. Doch das bleibt wohl
Wunschdenken: Einsprachen und topographische Problemen führten zu einem
Rückstand von zwei bis drei Monaten. Zur Zeit kann Diax landesweit eine
85prozentige Abdeckung gewährleisten. Die restlichen fünf Prozent zu erreichen,
ist aber ein äußerst schwieriges Unterfangen, wie Manfred Speckert, Koordinator
Landschaftsschutz der Firma Diax, erklärte.
Und
im Oberwallis?
Konkret telefonieren Diax-Abonnenten im Wallis über 65 Natel-Antennen.
25 davon werden gemeinsam mit Swisscom und Orange genutzt und 30 stehen
auf Hochspannungsmasten. Die Walliser Abdeckung erstreckt sich allerdings
nur von St. Gingolph bis Raron/Visp. Dann ist Schluß. Die Zielsetzung
der Firma Diax ist klar: "Wir werden alles daran setzen, bis Ende Februar
auch das restliche Oberwallis abzudecken", so Manfred Speckert. Die Tourismusstationen
und Seitentäler sollen gar auf Beginn der kommenden Wintersaison in Betrieb
genommen werden.
Massiver
Widerstand von Pro Natura
Speziell das Wallis verfügt über konkrete Interessenkonflikte und Spannungsfelder.
Einerseits haben die Anbieter einen Versorgungsauftrag gemäß Mobilfunk-Konzession,
andererseits müssen die Unternehmen den besten Schutz vor elektromagnetischen
Feldern gewährleisten und den Landschaftsschutz berücksichtigen. Laut
Speckert leistete die Organisation Pro Natura den massivsten Widerstand.
Daraufhin wurden in Zusammenarbeit mit Roger Schaller von Pro Natura verschiedene
Standortbeurteilungen und -optimierungen vorgenommen. "Diax ist das einzige
Unternehmen der drei Mobilfunkanbieter, welches um einen aktiven Dialog
mit uns besorgt ist und läßt außerdem sämtliche mögliche Antennenplätze
durch ein externes Umweltbüro detailliert abklären", erklärte Roger Schaller
auf Anfrage gegenüber der RZ.
Keine
Konfrontation
"Obwohl wir Probleme mit dem zeitlichen Ablauf haben, legen wir großen
Wert auf transparente Information", versicherte Speckert. "Wir wollen
die Gestaltung des Mobilnetzes mit den Bewohnern der einzelnen Regionen
ausdiskutieren und wünschen eine konkrete Problemlösung. Es gilt, Konfrontationen
zu vermeiden und verschiedene Spannungsfelder zu überwinden."
Brig
durchkreuzt Diax-Pläne
Um das Oberwallis optimal zu erschließen, ist der Standort Brig äußerst
wichtig. Die Gemeinde Brig hat allerdings am letzten Freitag einen Entscheid
gegen eine Diax-Antenne auf einem Hochspannungsmasten gefällt. Die Begründung:
In einem derart bevölkerungsdichten Gebiet ist das Risiko Elektrosmog
zu hoch. Bis Ende Jahr gibt’s noch einige geographische Löcher zu stopfen
und Bewilligungskämpfe zu führen — nicht nur bei Diax. Ausgerechnet in
einer Zeit, in der der Natelkauf boomt und monatlich über 100’000 Handys
über den Ladentisch flattern. Tendenz zu Weihnachten steigend.
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