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Unterwegs
mit Hugo Walker, dem preisgekrönten Postchauffeur
"Postchauffeur
war mein Bubentraum"

Bitsch
/ Brig / Zuvorkommend bedient er seine Fahrgäste, sicher steuert er
seinen grossen Postcar und bescheiden steht er der RZ Red und Antwort:
Hugo Walker, amtierender Sieger des Setra Grand Prix und damit bester
Carchauffeur Europas.
"Ich
wollte schon als kleiner Bub Postchauffeur werden. Mit diesem Ziel bin
ich als 16jähriger auch zur Post gegangen", erzählt Hugo Walker. Der Kontakt
zu den Menschen und die Freude am Fahren faszinieren ihn besonders. Und
das spürt man: Pünktlich um 16.15 startet er das Postauto auf dem Briger
Bahnhofplatz, gekonnt und präzise kurvt er durch die Briger Innenstadt.
Nürburgring
lockt
Diese Freude am Beruf kam ihm auch im letzten Jahr zugute. 1700 Chauffeure
aus ganz Europa haben sich damals auf die Ausschreibung der Carfirma Setra
gemolden. 100 wurden schliesslich zum Wettkampf auf den Nürburgring eingeladen.
"Es war schon ein tolles Gefühl, mit dem Car über die Rennstrecke zu fahren,
zumal ich ein grosser Formel 1-Fan bin", erinnert sich Walker. Die Anforderungen
an die Teilnehmer waren vielfältig. Unter anderem galt es, bei möglichst
hohem Tempo, aber geringem Treibstoffverbrauch zwei Runden zu drehen.
Ein Geschicklichkeitsparcours und ein Slalomkurs zwischen Wasserfontänen
waren weitere Wettbewerbselement.
Titel
verteidigen
Die kurvenreichen Strassen im Oberwallis sowie die regelmässigen Schleuder-
und Oekokurse des Postautobetriebs Oberwallis hätten ihm sicher geholfen,
ist der Setra Grand Prix - Sieger aus Bitsch überzeugt. Den Pokal, der
alle zwei Jahre vergeben wird, will er auf jeden Fall 2000 verteidigen.
Als Titelverteidiger ist er automatisch qualifiziert. Bis es soweit ist,
wird er weiterhin mit Freude durchs Oberwallis kurven. "Die Fahrt über
den Simplon nach Domo oder nach Saas-Fee sind meine Lieblingsstrecken",
erzählt Walker während seiner Fahrt in Richtung Visp. Galant biegt er
auf die Busspur ein und rollt neben der stehenden Kolonne vorbei. Seit
diese Überholspur für Postautos existiere, habe sich die Situation schon
entschärft. Doch das verkehrschaos in Visp - es ist Markttag im Lonzastädtchen
- hat auch heute seine Konsequenzen. Mit rund einer Viertelstunde Verspätung
fährt der Bus in der Postautostelle in Visp vor. Doch dafür kann selbst
der beste Chauffeur nichts dafür. GER
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