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ENHK gibt grünes Licht für den Klettersteig Aletsch rund um den Gebidumsee

Freie Bahn für Kletterfreaks

Naters / Blatten / Das Bangen um den Klettersteig Aletsch hat ein Ende. Die ENHK gibt grünes Licht für die Vollendung dieser Attraktion rund um den Gebidumsee.

"Die Idee des Klettersteigs hatte ich, weil das Gebiet rund um den Gebidumsee wunderschön ist, und weil wir in Blatten auch eine Alternative brauchen, wenn die Massaschlucht gesperrt sein sollte", so Bergführer Peter Schwitter. Vor zwei Jahren fing er mit dem Umsetzen seiner Idee an. Mit Hilfe von Freunden und der Rettungsstation wurde schwindelfreien Abenteurern die rechte Seite des Gebidumseeufers bei Blatten erschlossen. Über eine 86 Meter lange Hängebrücke sollte das andere Seeufer erreicht werden, um die Seeumrundung zu ermöglichen.

Stolperstein Brücke
Doch an der einfachen Metallkonstruktion der Brücke schieden sich die Geister. Da der Klettersteig mitten durch das BLN-Gebiet Aletsch führt, schaltete sich die ENHK (Eidg. Natur- und Heimatschutzkommission) ein. Resultat: Der Bau des neuen Klettersteigs musste im letzten Jahr gestoppt und ein Bewilligungsverfahren beim Kanton eingereicht werden. Die Fertigstellung des Klettersteigs war in Gefahr, denn die Hängebrücke war der ENHK ein zu grober Eingriff ins BLN-Gebiet. Doch jetzt kommt das grosse Aufatmen. Die ENHK hat aus ihrer Sicht grünes Licht gegeben. Der Ball liegt jetzt beim Kanton. "Und auch dort sind die Anzeichen positiv", meint Schwitter sichtlich erleichtert. Es fehle nur noch der neue Plan einer einfacheren Brückenkonstruktion. "Und da laufen die Abklärungen mit Spezialisten", so Schwit-ter.

Auflagen
Doch ganz ohne Bedingungen will die ENHK den Eingriff in das BLN-Gebiet nicht zulassen. Wichtigster Grundsatz: Die Brücke darf nur für den Klettersteig verwendet werden. Das heisst, dass ein Anschluss ans übrige Wanderwegnetz ausgeschlossen ist und die Brücke nicht als neue Verbindung Riederalp-Blatten genutzt werden darf. Zudem müssen die Kletterfreaks in dem sensiblen Naturgebiet auf der Route des Klettersteigs bleiben. Die Initianten setzen sogar noch einen drauf. Schwitter: "Weil wir für die Gämsen heikle Gebiete durchqueren, verzichten wir im April und Mai auf die Nutzung des Klettersteigs." Wie weiter? "Sobald das definitive OK des Kantons vorliegt, legen wir los", erklärt Schwitter. So könnte im nächsten Sommer der drei Kilometer lange Klettersteig rund um den Gebidumsee mit geeigneter Ausrüstung begehbar sein. Wäre nur noch das liebe Geld. Rund 120’000 Franken soll das Ganze kosten, welche die IG Klettersteig (Verkehrsverein, Alpincenter, Belalp Bahnen, Gemeinde, Rettungsstation) aufbringen. Initiant Schwitter: "Wir sind guter Dinge, die Kosten mit Hilfe von Sponsoring zu decken." WS

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