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Helen Güdel stellt im Rahmen des Dorffestes erstmals in Törbel aus Bilder einer Botschafterin Törbel / Ihre Bilder und vor allem die Kinderbände Alex haben die Künstlerin Helen Güdel und Törbel bekannt gemacht. Aber nur die wenigsten Bewohner von Törbel kennen ihre Landschaftsbilder. Am Dorffest stellt Helen Güdel ihre Werke nun erstmals in ihrer neuen Heimat aus. Von German Escher "Eigentlich war ich eine Städterin", erzählt Helen Güdel in ihrer gemütlichen Küche in Törbel. "Ich war fasziniert, dass es so etwas in der Schweiz noch gibt." Seit ihrem ersten Besuch in Törbel gingen über 20 Jahre ins Land. In den ersten Jahren verbrachte sie ihre Ferien hier, 1987 liess sich die Zürcherin endgültig in Törbel nieder. Und so wechselten auch ihre Motive. Statt Bern und seine Umgebung begann Helen Güdel das Dorf Törbel zu malen. "Ich bin die fantasieloseste Künstlerin. Ich muss sehen, was ich male", meint sie selbstkritisch und lächelnd. Die Wildheit der Natur und die Mentalität der Leute, diese Abgeschiedenheit und das damals noch weit einfachere Leben haben sie fasziniert. Als sie für ein Kinderbuch angefragt wurde, hat sie sich an jenen kleinen Knirps erinnert, der vor bald 20 Jahren im Nachbarhaus in den Ferien weilte und wann immer möglich bei ihr vorbeischaute. Die Idee der Kinderbücher Alex mit Bildern von Törbel war geboren. Und das mit Erfolg: Die ersten beiden Bände gingen über 40`000mal über den Ladentisch. Übersetzungen auf Französisch und Englisch sowie die amerikanische Ausgabe Alexandra folgten. Der dritte Band ist erst im letzten Herbst erschienen. Seither erhält sie stapelweise Post von Kindern oder ganze Schulklassen besuchen die Künstlerin. Ihr Motive aus Törbel schmückten auch schon Alu-Dosen, in denen eine deutsche Bäckerei Brot verkaufte - und zwar in 80 Ländern in einer Gesamtauflage von 600`000 Stück. Mit ihrer erfolgreichen Malerei wurde Helen Güdel zu einer Art Botschafterin für Törbel, die zwischendurch noch Japaner oder andere Gäste durchs Dorf führt. Wie die Künstlerin Törbel auf ihren grossformatigen Acrylgemälden darstellt, können die Ausstellungsbesucher ab heute Freitagabend bis am Sonntag sehen. |