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Vorschau auf die Gemeinderatswahlen in Leuk

SP zwingt C-Parteien in die Defensive

Leuk - Susten / In Leuk-Susten werden die beiden C-Parteien offenbar von der SP zünftig in die Enge getrieben. Das zumindest lassen die zahlenmässig bescheidenen Listen von CVP und CSP vermuten.

Die guten Zeiten der einst angriffsfreudigen CSP in Leuk/Susten scheinen Geschichte zu sein. 1992 lieferten sich die Gelben parteiintern ein spannendes Rennen und mobilisierten die Kräfte. 1996 konnte die stärkste Partei im Bezirkshauptort ihre vier Sitze trotz leichten Einbussen verteidigen. Damals trat man mit einer Achterliste an. Und jetzt sind es lediglich noch vier Anwärter, die amtierenden Erwin Metry, Gaston Schmidt und Armand Studer sowie der Jurist Roberto Schmid.

Ähnliches Bild bei der CVP, die vor vier Jahren mit einer Fünferliste rund 1000 Parteistimmen dazugewinnen konnten. Und plötzlich scheint man in der Defensive: Lediglich drei Bewerber (der amtierende Erno Grand und die beiden neuen Kandidaten German Bregy und Leander Kössler) zieren die Liste. Fazit: Die beiden C-Parteien werden tendenziell eher mit Einbussen rechnen müssen.

Dritter SP-Sitz ?
In die Offensive geht demgegenüber die SP, die ursprünglich gar mit einer Sechserliste antreten wollte. Schliesslich kam ein Fünfer-Team zusammen, dem nebst dem Präsidenten Gaston Oggier und Hans-Peter Giger noch die neuen Madlen Kuonen-Eggo, Brunhilde Matter und Oswald Locher angehören. Kein Zweifel: Die SP spürt seit dem Sieg ums Gemeindepräsidium Rückenwind. Mit diesem Bonus und der Tatsache, als einzige Partei zwei Frauen zu stellen, hat die SP klare Ambitionen: Ein dritter SP-Sitz soll her. Allerdings: Der Sieg um die Präsidentenwahl darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Roten bei den Gemeinderatswahlen 1996 über 1100 Parteistimmen verloren haben. Der zweite Sitz wurde erst als Restmandat verteidigt. Primäres Ziel muss auch für die SP heissen: In der ersten Verteilung zwei Sitze holen und allenfalls erneut auf das Restmandat hoffen. Und zu guter Letzt stellt sich die Frage nach dem Präsidium: Bleiben das Kräfteverhältnis in etwa stabil wird Gaston Oggier wohl nur dank CVP-Gnaden im Präsidentenstuhl sitzen bleiben. GER

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