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Saison
des Kellertheaters ist zu Ende
"Wir
sind eine grosse Familie"

Brig / Ende November ging die 27. Saison des Kellertheaters zu Ende.
Während in der restlichen Schweiz die Kleintheaterszene zu kämpfen hat,
ist das Kellertheater aufgeblüht.
"Wir
hatten ein sehr gutes Jahr. Das Programm war ausgewogen und die Besucherzahlen
waren gut", erklärt Jean-Pierre d’Alpaos, seit vier Jahren Präsident des
Vereins Kellertheater, gegenüber der RZ. Gut heisst: Im Durchschnitt zählte
das Kellertheater 90 Besucher pro Vorstellung.
Erfolgswelle
Waren die Zahlen vor vier Jahren noch rückläufig und die Zukunft der Briger
Kleinbühne wenig rosig, ging in den letzten drei Jahren der Trend klar
bergauf. Der Grund laut d’Alpaos: "Wir sind ein neues und sehr engagiertes
Team im Vorstand des Kellertheaters. Wir sind wie eine grosse Familie,
die sich für das Ziel einsetzt, ein Kellertheater mit Musik und Theater
zu präsentieren, das auch uns selber gefällt und hinter dessen Qualität
wir stehen können." Im Zuge dieser Erfolgswelle, die auch durch grössere
Veranstaltungen wie Gölä oder Stiller Haas geprägt war, konnten die technischen
Anlagen wie Ton und Licht im Kellertheater erneuert werden.
Mut zum Theater
Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Kleinbühnen wie Jazz-Chälli in
Visp oder Tünnelkultur Naters laufe gut, so d’Alpaos. Dass man sich finanziell
immer auf einer schmalen Kante bewegt, ist Jean-Pierre d’Alpaos klar.
"Wir leisten im Vorstand alle Gratisarbeit und auch Spesen gibt es keine."
Neben den Beiträgen der rund 350 Mitglieder und den Eintritten finanziert
sich das Kellertheater über Beiträge der Gemeinde und Sponsoring. Und
wie sieht die Zukunft aus? "Die Leute sollen den Mut haben, ins Kellertheater
zu kommen, um das Spezielle zu sehen. Wir möchten gerne noch mehr Theater
machen und weniger Kabarett und Komik. Das neue Programm, das jetzt herauskommt,
wird dem schon Rechnung tragen." WS
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