|
Nach acht Jahren tritt Marcel Mathier als SFV-Präsident zurück Der Fussball-Zar geht Siders / Der grosse, starke Mann im Schweizer Fussball hat genug. Marcel Mathier, seit 1993 Präsident des Schweizerischen Fussball-Verbandes (SFV), verzichtet an der DV vom 10. Februar 2001 auf eine Wiederwahl. "Ich bin amtsmüde geworden", sagt der 64-jährige Rechtsanwalt und Notar. Von Walter Bellwald "Der Verband war stark verschuldet und die Strukturen waren veraltet", erinnert sich Mathier an seinen Amtsantritt vor acht Jahren. Mit viel Weitsicht und dem nötigen Know-How gelang es ihm, die Beziehungen zu politischen und sportlichen Behörden (FIFA/UEFA) schlagartig zu verbessern. Auch die finanzielle Gesundung des Verbandes wurde angestrebt. Heute flies- sen rund 6 Mio. jährlich in die Kasse des SFV. Knapp die Hälfte davon kommt vom Hauptsponsor Credit Suisse. "Jetzt haben wir die finanzielle Situation im Griff", sagt Mathier, "und der Vertrag mit Credit Suisse läuft noch weitere vier Jahre." "Fussball ist ein faszinierender Sport mit einer unheimlichen Anziehungskraft", sagt der abtretende Fussball-Präsident, der für David Beckham und ManU schwärmt. "In der Schweiz gibt es rund 300’000 Fussballer. Zwei Drittel davon sind noch keine Zwanzig. Es gibt keine andere Sportart, die so viele junge Leute begeistert und zusammenführt." Auch der soziale Aspekt sei gewaltig. "Kein anderer Verband in der Schweiz engagiert sich dermassen für die Integration von Ausländern", sagt Mathier nicht ohne Stolz. Rund 80’000 ausländische Jugendliche spielen in der Schweiz Fussball. Eine gewaltige Zahl. Knapp 3 Mio. an Sponsorgeldern fliessen jährlich in die Juniorenbewegung. Auch ein Verdienst von Mathier. "Im Herbst haben wir ein eigenes Trainingszentrum in Payerne eröffnet." Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren werden hier gefördert. Weitere Zentren sind in Frauenfeld und in der Innerschweiz geplant. Fussball-EM
2008
Tolle Erinnerungen |