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Zermatt
Marathon wird im Juli 2002 erstmals stattfinden
Gipfelstürmer in Joggingschuhen
St. Niklaus / Zermatt / Start im tiefsten Tal der Schweiz, in St. Niklaus,
und Ziel auf dem Gornergrat, dem höchstgelegensten Marathonziel Europas:
Der Zermatt Marathon soll es erstmals im Juli 2002 möglich machen.
Von
Walter Bellwald
Juli 2002, schwerer Atem, Blei in den Beinen, die Bergsonne im Nacken,
noch 500 Höhenmeter vor sich. Und trotzdem hat der Läufer Spass an der
einmaligen Herausforderung, das Ziel auf 3089 Metern über Meer zu erreichen.
Höchstes
Ziel Europas
"Das geit doch nit", werden sich einige denken. Doch "geht nicht, gibts
nicht", haben sich wohl die Initianten des Anlasses gedacht. Denn die
Laufstrecke hat es wahrlich in sich. Der Start des Zermatt Marathons ist
auf 1116 m ü.M. in St. Niklaus vorgesehen und wird vornehmlich entlang
des linken Vispa-Ufers nach Zermatt führen, wo die halbe Distanz erreicht
wird. Es folgt der Aufstieg auf Sunegga, die Traverse zur Riffelalp und
von dort der Aufstieg über Riffelberg bis auf Gornergrat auf 3089 m.ü.M.
Insgesamt 42,195 Kilometer Distanz (Marathon) und über 2000 Höhenmeter
sorgen dafür, dass der Zermatt Marathon einer der anspruchsvollsten Marathons
der Welt sein wird mit dem höchsten Ziel Europas - und das in einer einmaligen
und weltberühmten Bergkulisse inmitten von 29 Viertausendern.
Erneuter
Anlauf
Verschiedene Versuche, einen Gebirgsmarathon im Oberwallis (z. B.: Aletsch
Marathon oder der Lauf Lötschental-Leukerbad-Kandersteg) zu lancieren,
konnten in den letzten Jahren nicht umgesetzt werden. Doch im Gegensatz
zu diesen Projekten beruht der Zermatt Marathon nicht auf einer privaten
oder Vereinsinitiative. Vielmehr waren es die GGB Gornergrat-Monte Rosa-Bahnen
und die BVZ Zermatt-Bahn, welche die Idee eines Gebirgsmarathons aufnahmen
und konsequent weiterverfolgten. Natürlich auch mit dem nötigen finanziellen
Rückhalt, der bisherigen Projekten oft fehlte.
Nicht konkurrenzieren
Der Zermatt Marathon sei ein vielversprechender Anlauf, dem Laufsport
im Oberwallis neben Matterhornlauf und Gletscherlauf eine weitergehende
internationale Plattform zu geben, ist von Seiten Initianten zu vernehmen.
"Dabei geht es nicht darum, bestehende Läufe zu konkurrenzieren, sondern
das Potenzial der vielen Langstreckenläufer in und um die Schweiz zusätzlich
zu nutzen", ist BVZ-Direktor Bruno P. Melnik überzeugt. Dass die Bahnen
hinter dem Lauf auch einen touristischen Nutzen sehen, ist klar. "Schliesslich
wollen wir am Tag X möglichst vielen Leuten die Gelegenheit geben, den
Lauf zu geniessen - und zwar zu Fuss oder mithilfe der öffentlichen Verkehrsmittel."
Profis
am Werk
Das Projektteam, das den Zermatt Marathon plant und über die Bühne bringen
will, setzt sich aus Leuten der BVZ/GGB und externen Profis zusammen.
Die Projektleitung liegt bei Gruppenleiter Bruno P. Melnik und dem Kommunikationsprofi
Waldemar Schön. "Das Ziel besteht darin, ein Team von rund sieben Leuten
zusammenzustellen, die sich den verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel
Sport, Sicherheit, Logistik und Kommunikation professionell annehmen",
so Projektleiter Waldemar Schön. "Bis auf einen Posten sind alle Bereiche
personell bestückt", so Schön weiter. Jetzt gehe es in erster Linie darum,
bis im Juli 2001 die Projektarbeiten abzuschliessen, um mit der internationalen
Vermarktung des Laufes zu beginnen. Dann erfolgen die Vorbereitungsarbeiten
für den Zermatt Marathon, der Anfangs Juli 2002 erstmals und dann jährlich
über die Bühne gehen wird.
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