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Im „Schwickbode“ in Geschinen entsteht ein Naherholungsgebiet

Badesee statt Betonpiste

Geschinen / Erholung pur statt Fluglärm. Auf dem alten Flugplatzareal in Geschinen entsteht ein Naherholungsgebiet. Ein Biotop und ein idyllischer See im „Schwickbode“ unterhalb von Geschinen sollen Einheimische und Gäste anlocken..

Von Walter Bellwald

Der See ist eine grosse Bereicherung für die Ferienregion Goms“, schwärmt Susanne Mutter von Goms Tourismus. Auch Gemeindepräsident Helmut Werlen freut sich: „Der künstliche See ist eine sinnvolle Nutzung des alten Flugplatzes.“ Eine Uferpromenade mit Fussweg soll die Attraktivität zusätzlich steigern.

Lawinenleitdamm

Nach dem Lawinenwinter 1999 gab die Gemeinde Geschinen ein Lawinenschutzprojekt in Auftrag, um das Dorf vor der „Trützi-Lawine“ zu schützen. Östlich des Dorfes sollte ein 170‘000 Kubikmeter grosser Damm entstehen. Neben dem Lawinenschutzprojekt war auch die Anlegung eines Sees im alten Flugplatzbereich vorgesehen. Die rund 90`000 Kubikmeter an Aushubmaterial wurden für den Dammbau verwendet. Mit den Bauarbeiten am Schutzdamm und den Aushubarbeiten am Flugplatz wurde im Herbst 1999 begonnen. Knapp ein Jahr später waren die Arbeiten am Lawinenschutzdamm sowie die Aushubarbeiten im „Schwickbode“ abgeschlossen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Flussbauamt und der Dienststelle für Umweltschutz realisiert, weil die Ebene zwischen Geschinen und Ulrichen als möglicher Hochwasser-Rückhalteraum für die 3. Rhone Korrektion vorgesehen war.

Baugesuch läuft

Bis heute wird der rund 21‘000 Quadratmeter grosse See im „Schwickbode“ mit Grundwasser gespiesen. Oberhalb des Sees entsteht ein Biotop. Helmut Werlen, Gemeindepräsident von Geschinen: „Die Umgebungsarbeiten am See sollen baldmöglichst fertiggestellt werden.“ Noch diesen Sommer soll das Baugesuch für die Öffnung des Geschiner- und Wilerbachs und die Umgebungsarbeiten am Schwickbode-See aufliegen. Das Projekt sieht vor, den Geschinerbach in sein ursprüngliches Bachbett zurückzubringen und in den neu angelegten See zu leiten. Auch ein Teil des Wilerbachs, der bis heute kanalisiert ist, soll wieder freigelegt werden.

Erholungsgebiet

Mit der Fertigstellung der Uferzonen und einem Fussweg rund um den See soll ein Naherholungsgebiet für Einheimische und Touristen entstehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 900`000 Franken. „Das Projekt wird grösstenteils von Bund und Kanton subventioniert. Auch verschiedene Naturschutzorganisationen haben ihre finanzielle Mithilfe zugesagt“, erklärt Helmut Werlen. Das Ufer des Sees wird an ein bis zwei Stellen abgeflacht, damit der Einstieg erleichtert wird. Für Wasserraten eine willkommene Abwechslung, auch wenn die durchschnittliche Wassertemperatur nur 8 bis 10 Grad(!) beträgt.

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