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Bis Ende Oktober 12'000 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr
Mehr Autos am Furka-Verlad


Steigende Nachfrage am Autoverlad durch den Furkatunnel
 

Oberwald / Aufwärtstrend für den Autoverlad durch den Furkatunnel: In den ersten zehn Monaten haben rund 12`000 Automobilisten mehr die Verlademöglichkeit am Furkatunnel genutzt als im Vorjahr, wie die FO-Marketingabteilung der RZ auf Anfrage bestätigt.

Von German Escher

Noch im Sommer letzten Jahres hat FO-Direktor Rolf Escher die Autoverladefrequenzen 1999 im Klartext kommentiert: „Wenn die Verladezahlen nicht verbessert werden können, ist der Autoverlad an der Furka namentlich im Sommer gefährdet.“

Mehrertrag von 300`000 Franken
Die klare Botschaft ist angekommen, das Resultat kann sich sehen lassen. Bis Ende Oktober wurden 144`632 Autos durch den Furkatunnel befördert. Das sind 12`780 Fahrzeuge mehr als in den ersten zehn Monaten des Vorjahres. Armin Agten, stellvertretender Marketingleiter der FO, und dessen Mitarbeiter Roberto Imoberdorf gehen davon aus, bis Ende Jahr wieder rund 170`000 verladene Autos vermelden zu können. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 wurden 160`000 Autos, und 1999 gar nur 141`000 Fahrzeuge durch den Furkatunnel befördert. Für die Zukunft gibt sich Agten optimistisch: „Bis in drei Jahren sollten wieder rund 180`000 Autos durch den Furkatunnel transportiert werden.“

Anfangs der 90er Jahren lag dieser Wert noch bei rund 200`000 Autos. Vor allem die Streichung der Verladevergünstigungen durch den Bund liessen nach Mitte der 90er Jahre die Verladezahlen massiv einbrechen. Die letztjährige Tarifsenkung hat wieder zur Attraktivitätssteigerung beigetragen. Nicht nur die Frequenz, auch der Umsatz ist markant angestiegen. Laut FO-Angaben liegt der Mehrertrag der ersten zehn Monate gegenüber dem Vorjahr bei rund 300`000 Franken.

Marketing macht sich bezahlt
Tarifsenkungen sind das eine, Vermarktung das andere. Im Vergleich zu früher, als der Autoverlad von den Marketingleuten kaum gefördert wurde, haben die FO-Fachleute diesen Frühling grosse Anstrengungen unternommen, um dem kränkelnden Betriebszweig unter die Arme zu greifen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Luftseilbahnen im Oberwallis konnte auf den entsprechenden Parkplätzen eine permanente Plakatierung realisiert werden. Die Signalisation auf den Zufahrtsstrassen auf Urner und Walliser Seite wurde verbessert. In den Autobahnraststätten von Neuenkirch und Schattdorf sind nicht bloss Werbeplakate. zu sehen. Hier kann der Automobilist neu bereits eine Verladekarte für den Furkatunnel kaufen. Verhandlungen mit der Autobahnraststätte Prattlen sind noch im Gang. Auf die kommende Wintersaison wird auch im Oberwallis der Vorverkauf angeboten. Laut FO-Auskünfte sollen bei den meisten Tourismusorganisationen bald Einzelfahrausweise für den Verlad an der Furka erworben werden können. Für den Automobilisten ergibt sich daraus eine merkliche Verbesserung des Verladekomforts.

Gäste als Gewinner
Überhaupt ist die FO laut Agten bemüht, die Verladequalität zu optimieren. Und schliesslich sollen auch die Automobilisten selbst zu den Gewinnern gehören. Seit diesem Sommer können die Gäste des Autoverlads an einem Gewinnspiel teilnehmen. An der monatlichen Verlosung konnten bereits mehrere Gewinner mit einem Gutschein für eine Reise im Glacier-Express beschenkt werden. Auch Verladegutscheine und Tageskarten (1. Klasse) der Furka Oberalp Bahn locken als Gewinne.

Gotthard bereitet Sorgen
Wenig Freude haben die Vermarkter des Autoverlades an den Verkehrsinformationen. Hielten bisher eher die Staumeldungen auf der Gotthardroute PW-Lenker vom Furka-Autoverlad fern, so ist es jetzt die Sperrung des Gotthard-Tunnels. Viele Gäste, vor allem aus Deutschland, gehen laut Agten davon aus, dass auch die Gotthard- Zufahrt geschlossen und somit der Autoverlad an der Furka nur erschwert zu erreichen sei. Und das könnte laut Agten finanzielle Folgen haben: „Wenn der Gotthard-Tunnel längere Zeit geschlossen bleibt, werden wir dies wohl oder übel zu spüren bekommen.“


 

 

      
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