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Fluglärm sorgt für Ärger bei den Anwohnern des Visper Spitals
Helikopter-Lärm wirbelt Staub auf


Heli-Lärm beim Anfliegen des Spitals
 
Visp / Der Helikopterlärm beim Anflug auf das Visper Spital sorgt für Aufwind bei den örtlichen Anwohnern. Der Vorwurf: Trotz mehrmaligen Interventionen sei die Lärmbelastung immer noch unerträglich hoch.

Von Walter Bellwald

„Wir wissen um die Notwendigkeit der Patientenflüge“, klagt ein Anwohner*. „Aber es muss doch möglich sein, einen vernünftigen Dialog innerhalb der eigenen vier Wände führen zu können, ohne andauernd vom Helikopterlärm unterbrochen zu werden.“ Bis zu zehn An- und Abflüge auf das Visper Spital werden täglich registriert. An Spitzentagen sind es doppelt so viele.

Spital opponiert
Das Spital in Visp verfügt über zwei Helikopter-Landeplätze. Der erste Landeplatz besteht seit den frühen 70er Jahren, der zweite Landeplatz wurde mit dem Um- und Ausbau des Spitals vor zehn Jahren in Betrieb genommen. Dabei wurde darauf geachtet, den Landeplatz an die bestmögliche Logistik anzupassen. Der Vorteil: Der Patient kann schnell und unkompliziert in die Notaufnahme transportiert werden. Bei der Planung und Verwirklichung der beiden Helikopter-Landeplätze habe man die Lärmvorschriften eingehalten und das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) habe die Landeplätze homologiert, erklärt der Visper Spitaldirektor Hermann Arnold auf RZ-Anfrage. „Wir wissen um die Lärmproblematik und geben uns alle Mühe, einen vernünftigen Konsens zu finden.“ Bei rund 500 An- und Abflügen pro Jahr sei eine gewisse Lärmentwicklung unvermeidlich. „Aber“, so Arnold, „schliesslich geht es auch um Menschenleben.“

Problem erkannt
Auch der Direktor der Air Zermatt, Bernard Vogel, hat das Lärmproblem erkannt. „Beim Helikopterlärm sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend“, erklärt Vogel. „Die Windrichtung, die Anflugschneise und das Heli-Modell.“ Über all diesen Faktoren stehe aber die Sicherheit der Heli-Crew und seiner Insassen. „Jeder Pilot wählt seine Anflugstrecke und den Landeplatz aufgrund der Windverhältnisse“, ergänzt Vogel. „Die Sicherheit hat dabei oberste Priorität.“ Trotzdem seien die Piloten der Air Zermatt auf die Lärmmache sensibilisiert. „Wir geben uns alle Mühe, nicht übermässig und unnötig herum zu fliegen, aber bei den meisten Einsätzen stehen Menschenleben auf dem Spiel“, verweist Vogel auf den Ernst der Situation. „Je nach dem geht es für den Verunfallten um Leben und Tod. Wenn sie dann die Rotoren eines Helikopters hören, haben sie ein ganz anderes Lärmempfinden“, erklärt der Flugdirektor. „Glauben sie mir, dann klingt der Lärm wie Musik in ihren Ohren.“

*Name der Redaktion bekannt


 

 

      
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