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Vereinbarung zwischen SBB und FO kurz vor dem Abschluss
Ostausfahrt bis 2007 betriebsbereit?

 
Brig / Naters / Die FO-Ostausfahrt ist auf gutem Weg. Gemäss RZ-Recherchen steht die Vereinbarung zwischen SBB und FO kurz vor der Unterzeichnung. Das Ziel: Mit der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs in Visp soll auch die Ostausfahrt in Brig stehen.

Von German Escher

Noch will es niemand offiziell bestätigen, was demnächst unterzeichnet wird: FO und SBB sind sich in Sachen FO-Ostausfahrt weitgehend einig. Das Trassee und die Kosten sind festgelegt. Statt der ursprünglich rund 100 Millionen Franken wird die Ost-Ausfahrt die FO in etwa einen Viertel davon kosten. Hinzu kommen Anpassungen, welche zulasten der SBB gehen werden.

Baubeginn Ende 2003
Laut RZ-Recherchen möchte man mit den Bauarbeiten bereits Ende nächstes Jahr beginnen. Das Ziel ist klar: Bei der Inbetriebnahme des neuen Vollknotens, also des neuen Visper Bahnhofs, soll auch die FO-Ostausfahrt bereit sein. Die Zugskompositionen der bis dann fusionierten FO/BVZ sollen ab diesem Zeitpunkt durch den Briger Bahnhof hindurch und am südlichen Rande des SBB-Areals in Richtung Goms rollen. „Die Einsparnisse für die Schmalspurbahn werden beachtlich sein,“ meint ein Bahnkenner gegenüber der RZ und fügt hinzu: „Die NEAT wird die Eisenbahnlandschaft im Oberwallis grundlegend verändern. Auch im öffentlichen Regionalverkehr wirds einen Quantensprung geben. Aber die Voraussetzungen müssen stimmen.“ Damit sind nicht nur bauliche, sondern auch Marketingmassnahmen gemeint.


Hochbahnhof bis 2012?
Die Vereinbarung mit den SBB wird auch den künftigen Hochbahnhof der Schmalspurbahnen regeln. Konkret bedeutet dies: Die FO-BVZ-Züge würden auf das heutige Perron 1 der SBB verlegt. Der gesamte Bahnhofplatz würde von Zugskompositionen befreit. Und die lästige Warterei beim Bahnübergang auf der neuen Verbindungsstrasse zwischen Brig und Naters entfällt. Dieses Projekt dürfte laut RZ-Recherchen aber erst im Zuge der Neukonzipierung der Geleise- und Sicherheitsanlage in Angriff genommen werden. Und das wird frühestens nach der Fertigstellung des neuen Visper Bahnhofs der Fall sein. Die Inbetriebnahme des Hochbahnhofs der Schmalspurbahnen könnte dann in rund zehn Jahren, also 2012 erfolgen.


„Riesenchance für Naters“
„Das sind gute Nachrichten für Naters“, meint Gemeindepräsidentin Edith Nanzer zu den RZ-Recherchen. Allerdings: Noch ist die Gemeinde Naters nicht offiziell über das Projekt und den Zeitplan informiert worden. Zwar würde künftig kein Zug mehr in Naters halten. Aber grundsätzlich überwiegen die Vorteile. Nur schon aus Sicherheitsgründen ist das Wegfallen des Schienenstrangs zu begrüssen. Die Realisierung der FO-Ostausfahrt eröffne der Ge-meinde Naters vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, sagt Gemeindepräsidentin Edith Nanzer. Etwa die Verwirklichung eines attraktiven Fuss- und Veloweges auf dem heutigen FO-Trassee würde Naters als Wohngemeinde weiter aufwerten. Angrenzend zum FO-Bahnhof ist die Gemeinde bereits heute Bodeneigentümerin. Auch hier eröffnen sich mit dem Erwerb des FO-Geländes interessante Perspektiven.


 

 

      
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