| Siders / Wovon andere
träumen, das hat Siders einen der grössten und publikumsstärksten
Märkte der Schweiz. Der Sankt-Katharina-Markt zieht jedes Jahr Zehntausende
in seinen Bann.
Von Waldemar Schön
Bis zu 30000 Besucher zählt der Sankt-Katharina-Markt jedes
Jahr. 350 Aussteller, grosses Festzelt, Attraktionen für Jung und
Alt und musikalische Einlagen auf Top-Niveau bilden einen schier magischen
Anziehungspunkt für Marktbesucher aus der ganzen Westschweiz und
dem Oberwallis.
Lange Tradition
Wir geben uns jedes Jahr grosse Mühe, den Besuchern Attraktionen
zu bieten, erklärt OK-Chef Daniel Decumbis. Schliesslich habe
man eine grosse Tradition zu erhalten, so der OK-Chef weiter. In der Tat
gehen die Wurzeln dieses Marktes auf die Anfänge des letzten Jahrhunderts
zurück. Vermutlich ist aber der Markt noch viel älter,
so Decumbis. Der Zweck damals: Die Bauern kamen vor allem aus dem Anniviers,
um auf dem Markt ihr Vieh und ihre Produkte anzubieten. Zudem bildete
der Mark auch den Abschluss der herbstlichen Weinlese. Die Wurzeln liegen
also auch hier in der Landwirtschaft.
Bauern kommen zurück
Ich bedaure, dass der Viehmarkt von früher nicht mehr stattfindet
und die Bauern weniger mehr am Markt teilnehmen, erklärt Decumbis.
Ersetzt wurden die Bauern durch zahlreiche Marktfahrer aus nah und fern,
die von der Plastiktrompete über Kunstgemälde bis hin zu Kleidern
alles anbieten. Auch die Bauern kommen allmählich zurück,
freut sich Daniel Decumbis. Die Anzahl der Stände, an denen selbst
produzierte Lebensmittel wie Käse angeboten werden, steigen jedes
Jahr.
Festlaune
Neben dem Markttreiben, das sich in den Gassen und Strassen von Siders
auf den 25. und 26. November konzentriert, wird auch die Unterhaltung
grossgeschrieben. In einem grossen Festzelt beginnt der Sankt-Katharina-Markt
schon am Freitag, 22. November. Dabei scheuen wir kaum Mühen
und Kosten, um den Leuten jedes Jahr wieder sehr gute Orchester und damit
Spitzenunterhaltung zu bieten. Und das mit Gratiseintritt, bekräftigt
Daniel Decumbis. Musikalische Unterhaltung, Disco, Miss-Wahlen, Tanz,
Seniorentag und Kinderanimation; alles ist bei diesem Markt vertreten.
No Cash!
30000 Besucher, Marktstände: Das riecht nach dem grossen
Geschäft. Daniel Decumbis: Die Standgebühren der Marktfahrer
fliessen in die Kassen der Stadt. Und was wir im Festzelt erwirtschaften,
wir verlangen ja nirgends Eintritt, fliesst vollumfänglich zurück
in die Animation der Besucher. Unser Ziel ist klar: Kein Defizit! Gewinn,
abgesehen von einer kleinen Reserve, brauchen wir keinen. Was eine
löbliche Ausnahme im heutigen Anlass-Geschäft ist und ein Grund
mehr, sich den Sankt-Katharina-Markt vom 22. bis 26. November aus der
Nähe anzusehen.
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