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Im März soll das Service-Center Oberwallis in Brig eröffnet werden
Ferienregion Oberwallis rückt zusammen
 
Brig / Nach zweijähriger Aufbauzeit soll im März 2003 das Service-Center Oberwallis in Brig gestartet werden. Bis Mitte Dezember müssen die touristischen Partner und betroffenen Gemeinden ihre Zustimmung geben.

„Es gibt heute immer mehr Probleme, welche die Destinationen nicht alleine lösen können“, stellt Projektleiter Daniel Fischer fest. Entsprechend vielfältig sind die Aufgaben des Service-Centers. Zum einen wird für alle Destinationen eine Basisleistung im Bereich Gästeinformation erbracht. Diese Aufgabe wird ans Verkehrsbüro Brig im Bahnhofgebäude übertragen, das dafür jährlich mit 90`000 Franken abgegolten wird. Zum andern soll im Zuge des Umbaus des Bahnhofgebäudes ein grosszügiges Zentrum entstehen, wo auch Ausstellungen oder der Verkauf von Fahrkarten bis hin zu landwirtschaftlichen Produkten möglich sein werden. Im Auftragsverhältnis wird das Service-Center Oberwallis für Dritte im Bereich e-commerce aktiv. Geplant ist etwa die Betreuung der Direktreservation für die Destinationen Goms, Aletsch, Rund um Visp und Lötschberg. Die Stossrichtung ist klar: Die Dienstleistung gegenüber dem Gast soll weiter professionalisiert und das Oberwallis als touristische Region gestärkt werden.

Das Konzept und die Kooperationsverträge stehen, jetzt müsse der Tatbeweis für das Service-Center Oberwallis erbracht werden, betont die Projektgruppe. Für die erste, vierjährige Phase soll ein Verein gegründet werden. Am Jahresbudget von rund 285`000 Franken beteiligen sich die Destinationen gemeinsam mit 60`000, die verschiedenen Bahngesellschaften und Postauto Oberwallis mit 30`000 Franken. Der Rest wird über die öffentliche Hand und Einnahmen aus kommerziellen Aktivitäten gedeckt. Bis Mitte Dezember haben die verschiedenen Partner Zeit, sich zum Vorschlag zu äussern. Im Januar soll dann die Gründung und im März die Eröffnung erfolgen. Vorerst ist die Anstellung eines Geschäftsleiters zu 50 Prozent sowie eines vollamtlichen Leiters e-commerce geplant.

Ab 2006 schwebt der Projektgruppe die Überführung des Vereins in eine Aktiengesellschaft vor. Zugleich ist am Bahnhof Visp der Aufbau eines zweiten Centers in Zusammenarbeit mit Visp Tourismus geplant.

Mit der Umsetzung des Service-Centers rücken die Oberwalliser Tourismusorganisationen und –unter-
nehmen näher zusammen. Trotzdem betont Daniel Fischer: „Wir werden nicht selber auf dem Markt auftreten und wollen weder einzelne Destinationen noch Wallis Tourismus konkurrenzieren. Es geht auch nicht darum eine Marke Oberwallis aufzubauen.“ Trotzdem wird eingeräumt, dass man sich bei der Umsetzung der zweiten Phase gemeinsam mit Wallis Tourismus auch Gedanken über eine Aufgabenteilung und Finanzierungsbeteiligung machen müsse.


 

 

      
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