| Zermatt / In einer Woche ist es soweit:
Dann wird in Zermatt das Casino eröffnet. Rund zehn Millionen wurden
in den Zockerpalast investiert.
Von Walter Bellwald
Die schönen Spiele des Lebens werden ab dem
14. Dezember 2002 auch in Zermatt angeboten. Auf einer Fläche von
rund 1500 Quadratmetern stehen dem Gast 100 Spielautomaten sowie sechs
Spieltische zur Verfügung. Neben dem klassischen American-Roulette
wird auch das beliebte Kartenspiel Black Jack angeboten. Das zusätzliche
Angebot soll vor allem viele Touristen locken.
Millionen-Projekt
Vor knapp acht Monaten wurden die Bauarbeiten zum neuen Grand-Casino
in Angriff genommen. Der mondäne Zockerpalast wurde grösstenteils
unter dem Golf-Green des Hotels Zermatterhof angelegt. Einzig der Eingangspavillon
mit Glaskuppel ist von aussen her sichtbar. Das ganze Casino-Projekt kostet
rund zehn Millionen Franken, allein die Baukosten belaufen sich auf rund
acht Millionen. Dazu kommen der Sicherheitsbereich und die Infrastruktur.
Noch wird im Casino-Kursaal gearbeitet. Aber bis zur Eröffnung am
14. Dezember 2002 soll die neue Spielhalle bezugsbereit sein. Die Casino
Kursaal Zermatt AG beschäftigt 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
den Grossteil davon als Croupiers. Die neuen Spielleiter haben eine knapp
viermonatige Ausbildung hinter sich. Neben einer schnellen Auffassungsgabe
sind auch das nötige Spielgeschick und Handling wichtige Voraussetzungen,
um das Roulette-Spiel zu leiten. Die angehenden Croupiers haben unter
anderem ein zweiwöchiges Praktikum in der Spielbank Saarbrücken
absolviert.
Sozialkonzept ausgearbeitet
Hinter dem Casino-Projekt stehen die Burgergemeinde Zermatt und die
deutsche Saarland Spielbanken GmbH. Die Casino Kursaal Zermatt AG als
Betreiberin des Casinos rechnet mit einem jährlichen Bruttospielertrag
von rund zehn Millionen. Davon gehen rund 40 Prozent an Bund und Kanton.
Weil das Casino in einem touristischen Ferienort liegt, darf Zermatt auch
auf eine zusätzliche Abgabeerleichterung von zehn Prozent hoffen.
In Zusammenarbeit mit Swiss Casino wurde auch ein Sozialkonzept ausgearbeitet.
Unsere Mitarbeiter werden dahingehend geschult, einen Gast auf seine
mögliche Spielsucht aufmerksam zu machen, erklärt Thomas
Balzer, künftiger Casino-Direktor in Zermatt. Auch eine Psychologin
steht ihnen dabei zur Seite.
|