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VS-1 strahlt seit einigen Wochen TV-Beiträge aus dem Oberwallis aus
Ton läuft – Kamera ab – "Äktschen"

 
Ein Fernsehen eigens für das Oberwallis. Ein Traum, der immer wieder durch die Köpfe der kühnen Strategen und wagemutigen Denker geht. VS-1 zeigt dieser Tage auf, wie‘s sein könnte, wenn „TV Oberwallis“ einmal Realität würde.

Von Dominik Chanton

Die Fernseh-Welt hat etwas ganz eigenes. Sie ist das perfekt organisierte Chaos. Mikrophone, Kameras, Scheinwerfer, Stative, Kabel und eine Vielzahl von Personen, bei denen man nie so genau weiss, warum sie eigentlich dastehen. Aber es braucht sie. Kombiniert wird alles mit abenteuerlichen Drehplätzen, den sogenannten „Locations“, die wagemutige Einsätze von Ton- und Kameramännern fordern.

Auch VS-1, der Oberwalliser Infokanal, wagt sich seit neustem in die Welt dieser Abenteuer vor. So beispielsweise auch an einem Freitagmorgen Ende November. Es ist neun Uhr. Die Kamera-Crew mit Moderatorin Karin Imhof trifft bereits leicht gestresst vor dem Atelier Manus in Glis ein - und „im Nu“ stehen alle TV-Utensilien an ihren Plätzen. Die Moderatorin trifft ihre Interviewgäste für eine letzte Vorbesprechung. Der Drehplan steht „sakrosankt“. Abweichungen darf es keine mehr geben. Nicht vorstellbar, wenn jetzt eine Szene in der Hitze des Gefechtes vergessen geht. „Der Film hätte ja ein Loch!“

Es rattert, poltert und quietscht, ein „Eins-zwei-Test“ huscht permanent durch den Raum und helles, künstliches Sonnenlicht verwandelt die Eingangshalle des Atelier Manus an diesem Regentag in karibisches Ambiente. Der Nervositätsgrad rundum nimmt zu. Es ist wie in Hazy Osterwalds Kriminaltango, in dem der Sänger die knisternde Spannung in der Luft förmlich zelebriert. Ein unglaubliches Tohuwabohu. Und dann – mucksmäuschenstill. Schon ist die erste Interviewfrage beantwortet. Auf beiden Seiten des Mikros sichtliche Entspannung. „Puhh, die erste Frage des Tages im Kasten“.

Die vier folgenden Stunden werden sich ähneln. Klar, der Interviewpartner wechselt, die Vogel- wird durch die Froschperspektive abgelöst und die eine oder andere „Totale“ wird nochmals als „Halbtotale“ aufgenommen. Bis der Beitrag auf VS-1 läuft, sind jetzt noch rund sechs bis sieben Stunden Arbeit angesagt. Schneiden, texten, vertonen, ansagen, komprimieren, einspeisen. Ziel ist es, das Atelier Manus und seine Akteure gut in Szene zu setzen.

Eigentlich ein „mords“ Aufwand, für vielleicht fünf bis sieben Minuten. Und was werden die Zuschauer dazu sagen? War der Überblender gut? Hätte doch noch die Gemeinde vors Mikrophon sollen? Bräuchte es ein anderes Sniff-Bild? Kam die Botschaft rüber? Die Einschaltquote? Urteilen Sie selbst. Der Beitrag läuft dieser Tage an.


 

 

      
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