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Hohes Verkehrsaufkommen über Ostern am Simplon erwartet
Osterstau ist nicht zu verhindern

 
Brig / Gondo / Oberwallis / Stinkende, lärmende Camions, die sich keuchend und qualmend in langen Kolonnen Achse an Achse den Simplon hinaufquälen – ein Bild aus schlechteren Tagen, das sich diesen Sommer, in vielleicht etwas kleinerer Dimension, ganz sicher wiederholen wird. Aber auch schon für Ostern wird der grosse Stau am Zoll in Gondo erwartet.

Von Ruth Seeholzer

Gamsen, 22. April 2002. Der Gotthardtunnel unpassierbar, der Grosse St. Bernhard zu teuer vor allem für die ausländischen Camionneure – als Ausweg bleibt der Simplon. Lastwagen an Lastwagen reiht sich auf der noch nicht vollendeten Autobahnausfahrt in Gamsen. „Wir erwarten auch dieses Jahr ein erhöhtes Verkehrsaufkommen“, erklärt Polizeisprecher Renato Kalbermatten gegenüber der RZ, „vor allem an Ostern.“ Zwar ist der Gotthardtunnel inzwischen wieder eröffnet, jedoch wird allgemein erwartet, dass im Verlaufe des heutigen Donnerstags oder morgen Freitag die Phase Rot für Camions ausgerufen wird. Erschwerend für die Simplon-Route kommt hinzu, dass am San Bernardino-Tunnel, einer weiteren Nord-Süd-Verbindung, Unterhaltsarbeiten mit einspuriger Befahrung vorgenommen werden. Also ist das Verkehrschaos im Oberwallis vorprogrammiert?

Gondonesi sind beunruhigt
„Wir sind gut vorbereitet“, beruhigt Kalbermatten. Stauräume für Camions von Simplon-Dorf bis hinunter auf die Autobahn Martinach-Siders sollen dafür sorgen, dass die Zollabfertigung in Gondo nicht zusammenbricht. „Die Leute von der Polizei und vom Zoll tun alles, damit diese Tage nicht zum Horrortrip für uns werden“, bestätigt Louis Nanzer, Vizepräsident von Gondo-Zwischbergen. Das ist auch dringend nötig. Mittwoch und Donnerstag vor Ostern letztes Jahr waren in Gondo jeweils über 600 Camions zu verzeichnen. „Unsere Leute sind beunruhigt“, gibt denn auch Nanzer zu. „Denken Sie nur an die Unfälle, die in letzter Zeit bei uns passiert sind.“

TCS warnt vor Siders – Brig
In seiner alljährlichen Verkehrs-prognose für Ostern warnt der TCS unter anderem ausdrücklich vor der Strecke Siders – Brig. „Das überrascht uns nicht“, meint Kalbermatten. „Visp ist und bleibt vorläufig ein Nadelöhr, das in solchen Tagen noch extremer strapaziert wird.“ – Und die Moral von der Geschicht’ für uns Oberwalliser? – Entweder in diesen Tagen speziell den öffentlichen Verkehr benutzen, oder – wie ein Bewohner von Visp gegenüber der RZ meint: „Am beschtu ds Fiddlu schtills hä!“


 

 

      
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