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Das Goms soll ein Langlaufstadion erhalten
Aufs richtige Pferd gesetzt


 
Ulrichen / Obergoms / Die Loipe Goms und ihre zehn Anstösser-Gemeinden wollen expandieren: Ein Langlaufstadion soll her. Ein Ziel ist, die Langlaufsaison vor zu verlängern. „Wir gehen von drei bis vier Wochen aus, die wir damit gewinnen“, meint Silvan Jergen, Präsident der Loipe Goms.

Von Ruth Seeholzer

„Wir wollen im Langlauf ganz klar die Nummer 1 in der Schweiz werden“, gibt Silvan Jergen unumwunden zu. Neue Töne, selbstbewusste Töne aus dem Goms, welches in den letzten Jahren und Monaten nicht gerade mit Freudenmeldungen aufwarten konnte. Und diesmal steht praktisch das ganze Obergoms einhellig hinter einer Idee: Die zehn Anstössergemeinden von Niederwald bis Oberwald, Goms-Tourismus, Loipe Goms, Region Goms sowie Hoteliers, Restaurateure und Geschäftsleute. Ein Langlaufstadion soll her. „Wir verfolgen mehrere Ziele“, erklärt Jergen. Mit einem Stadiongebäude mit Sitzplätzen an der FIS-Strecke sowie einem naheliegenden Werkhof sollen nicht nur fixe Einrichtungen für künftige Weltcup- und andere internationale Langlaufrennen errichtet, sondern mittels besserer Infrastruktur wie zum Beispiel Duschen und Schliessanlagen auch für die ‚normalen’ Genuss-Langläufer die Saison vor verlängert werden.

Umzonung nötig
Mittels Beschneiungsanlage, die zentral eingesetzt werden kann, soll der Saisonstart sogar bis in die letzte Novemberwoche vorverlegt werden können. Der Standort ist bereits bestimmt. Auf dem Gemeindegebiet von Münster, aber direkt neben Ulrichen gelegen, sollen die neuen Infrastrukturgebäude gut erreichbar sein. Das Gebiet ist heute noch Landwirtschaftszone. „Wir sind momentan mitten in der Umzonungsphase“, erklärt Hans Keller, Gemeindepräsident von Münster. Eine grössere Zone soll als Bauzone ausgeschieden werden. „Wir wollen alle Optionen offen halten“, meint Silvan Jergen. So denkt man sogar schon daran, nicht nur den Weltcup regelmässig ins Obergoms zu holen, sondern später gar einmal die Biathlon-Meisterschaften. „Aber das ist noch ferne Zukunftsmusik“, so Jergen.

„Wer soll das bezahlen?“
„Wer hat soviel Geld?“, heisst es in einem alten Schlager. Die Finanzierung sei zwar noch nicht letztendlich gesichert, gibt Jergen zu. Doch er zeigt sich optimistisch: „Die Obergommer Gemeinden sind bereit, pro Einwohner einen gewissen Betrag zu bezahlen.“ Auch die Region Goms versucht aktiv, finanzielle Unterstützung für das visionäre Projekt zu generieren. Und bei der Walliser Wirtschaftsförderung ist man ebenfalls vorstellig geworden. Also wird das Ganze doch sehr konkret? Da antworten Jergen und Keller übereinstimmend: „Auf die Saison 2004/2005 sollte die Infrastruktur stehen.“


 

 

      
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