| Grächen / Weil
in den letzten Jahren starke Geländeverschiebungen festgestellt wurden,
muss die Mittelstation der Sesselbahn Stafel Seetalhorn in Grächen
auf ein neues Fundament gestellt werden. Der Grund für die Ursache
ist womöglich auf Permafrost zurück zu führen.
Von Walter Bellwald
Vor sechs Jahren wurde die Mittelstation der Seetalhornbahn in Betrieb
genommen. Was damals keiner ahnte: Der Boden, auf dem die Station zu stehen
kam, senkte sich permanent ab. Nach eingehenden Abklärungen kam man
zum Schluss, dass die Mittelstation instandgestellt werden muss.
Starke Terrainabsenkungen
Schon nach der Inbetriebnahme der neuen Sesselbahn wurde die Senkung
des Bodens bemerkt. Daraufhin liessen wir das Terrain permanent
überwachen und kontrollieren, erklärt Max Müller,
Direktor der Bergbahnen Grächen. Die Spezialisten vor Ort stellten
fest, dass der Boden ständig in Bewegung war und sich in regelmässigen
Abständen massiv absenkte. Die Folge: Zwei Pfeiler der Brückenkonstruktion
verschoben sich innert Jahresfrist um bis zu 12 Zentimeter. Dadurch
bildeten sich in der Betonkonstruktion starke Risse, die man nicht mehr
flicken konnte. Die Folge: Eine Sanierung der Mittelstation war
unumgänglich.
Bauliche Massnahmen erforderlich
Das neue Projekt sieht vor, dass die gesamte Mittelstation in ihrer
Lage ausgerichtet werden kann. Zu diesem Zweck werden unterirdische Vorrichtungen
eingebaut, die eine Verschiebung der Station in die ideale Position ermöglichen.
Damit soll erreicht werden, dass die Station unanfällig gegen Verschiebungen
und Setzungen im Untergrund wird. Dabei wird die Mittelstation in zwei
Fundamentskästen gesetzt, wo sie bezüglich Geländeanpassung
über genügend Spielraum verfügen wird. Mit dem neuen System
sollen künftige Bodenverschiebungen problemlos aufgefangen werden.
Millionen-Projekt
Das Projekt steht unter der Leitung der Firma Leitner AG und kostet
rund 1,2 Millionen Franken. Mit den Bauarbeiten wurde bereits anfangs
Juli begonnen. Bis im Oktober sollen die Arbeiten an der Mittelstation
der Sesselbahn Stafel Seetalhorn abgeschlossen sein. Dadurch
ist der Winterbetrieb für die kommende Saison garantiert, zeigt
sich Max Müller erleichtert. Die genaue Ursache für die extremen
Bodenverschiebungen ist zurzeit Gegenstand der Untersuchungen. Experten
sehen die Erwärmung und deren Folgen (Permafrost) als möglichen
Grund für die starken Turbulenzen im Untergrund.
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