| Auf die Frage, wie der
fusionierte Verkehrsverein Brig-Naters dann heissen werde, meinte der Natischer
VV-Präsident Josef Fux an der Medienkonferenz lachend: Vielleicht
B.B. wie Brigitte Bardot oder Brig-Belalp. Wie recht er doch hat.
Die neue Tourismusorganisation ist durchaus sexy wie man heute zu
Neudeutsch gerne festhält. Unbestritten ist: Es würden sich für
die Ferienregion Brig-Belalp neue Perspektiven eröffnen. Konkret könnte
das heissen: den Rosswald als das familiengünstigste Skigebiet der
Schweiz positionieren. Die Belalp mit Direktanbindung an den Bahnhof
Brig als die Skiarena am Aletschgletscher verkaufen. Im Talgrund
Brig-Naters mit gezieltem Citymanagement als das Shopping- und Event-Place
fördern. Und mit Brigerbad verfügt B.B. über einen attraktiven
Partner, den man unbedingt mit ins Bett holen muss.
Neue Liaisons sind das eine, konkrete gemeinsame Angebote das andere.
In die richtige Richtung da fährt das Tschu-Tschu-Bähnli, das
Peter Bodenmann als Attraktion für Brig-Naters-Brigerbad lancieren
möchte. Man mag vom umstrittenen Polit-Hotelier halten, was man will:
Aber der Tourismus braucht neue Ideen und gelegentlich auch Querdenker.
In dieselbe Kategorie gehört auch Brigerbad-Pionier Hans Kalbermatten.
Ob der Schulterschluss zum Erfolg oder Misserfolg führen wird, hängt
letztlich auch davon ab, ob sich Tourismus- und Politexponenten in dieser
grössten Agglomeration zusammenfinden. Gelingt dies, hat auch die
Abstimmung über die Tourismusförderungstaxe in Brig-Glis und
Naters durchaus eine Chance. So enstünde eine schlagkräftige
Organisation mit beachtlichem Budget, das hoffentlich auch kleinkarierte
Skeptiker beidseits der Rhone überzeugen wird. Und dann wird die
neue Bezeichnung kein Streitpunkt sein. Am Namen dürfe die Fusion
nicht scheitern, unterstricht der Briger VV-Präsident Jules Lauber.
Wie recht er doch hat!
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