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Die Ampeln stehen auf Rot

 
Die Verkehrsmisere spitzt sich zu. Die Laldner fechten die staatsrätliche Entlastungsstrasse vor Bundesgericht an. Somit stehen in der Oberwalliser Verkehrspolitik die Ampeln weiterhin auf Rot.

Den „Schwarzen Peter“ jetzt den Laldnern hinzuschieben, wäre aber zu einfach. Das aus mehreren Gründen:

Erstens: Die Laldner haben für mich glaubhaft dargelegt, Hand für eine Lösung zu bieten – vorausgesetzt, man nimmt sie auch ernst. Und das ist das Kernproblem des Oberwalliser Verkehrsstreits. Seit Jahrzehnten plant man neben den berechtigten Anliegen der Betroffenen vorbei und ist dann erstaunt, wenn sich Widerstand formiert. Würde der zuständige Staatsrat östlich von Visp wohnen, hätte man das Dossier wahrscheinlich mit mehr Fingerspitzengefühl und Priorität behandelt. Bisher jedenfalls hat der Staatsrat in der Verkehrspolitik seine Führungsaufgabe nicht wahrgenommen.

Zweitens: In der Laldner Seele steigt ein mulmiges Gefühl hoch, wenn im Osten und Westen von Visp sogenannte Pförtneranlagen – also Ampeln, die den Durchgangsverkehr im Lonzastädtchen dosieren sollen – in Betrieb genommen werden. Die Folge wird sein, dass sich zwischen Gamsen und Visp sowie zwischen Raron und Visp die Staulage verschärft. Manch ein Automobilist wird sich dann seinen eigenen Weg durch den Visper Verkehrsknäuel suchen – und Lalden ansteuern.

Drittens: Nur die Südumfahrung bringt eine Entschärfung. Deshalb ist mit aller Entschlossenheit umgehend eine Tunnelröhre zu bauen und in Betrieb zu nehmen – notfalls nur im Einbahnverkehr.

Viertens: Mit Lalden muss der Staatsrat jetzt eine einvernehmliche Lösung finden, die den berechtigten Anliegen gebührend Rechnung trägt. Und dann wird sich auch Lalden komprosmissbereit zeigen müssen – im Interesse des Oberwallis.


 

 

      
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