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Konzessionsgesuch von Iischers Radio und Vibration FM für eine zweisprachige Radio-Kurzveranstaltung
Weihnachts-Radio fürs ganze Wallis

 
Brig / Siders / Zweisprachig und das fürs ganze Wallis – dieses Ziel verfolgt die neue Radio-Kurzveranstaltung, welche Iischers Radio gemeinsam mit der Gruppe Vibration FM vom 4. Dezember 2003 bis 4. Januar 2004 durchführen möchte.

Von German Escher

Patrick Wyer, der schon Mitte der 80er Jahre in Lalden einen eigenen Sender zusammengebastelt und als 15jähriger Radiopirat für Furore gesorgt hat, kanns nicht lassen. Er trägt den Radio-Virus in sich: „Ich spüre, dass ich einen Beitrag leisten kann zu unserer Radiolandschaft. Und offenbar kommt das gut an.“ Letzten Dezember ging das von ihm initierte, aber von zahlreichen Radio-Freaks und Freiwilligen mitgetragene Iischers Radio zum zehnten Mal auf Sendung. Eine tolle Sache, aber ein 11. Mal Ischers Radio nach bisherigem Muster kam für ihn nicht in Frage. „Wir brauchten einen neuen Kick“, meint Patrick Wyer gegenüber der RZ. Seine Vision einer eigenen permanenten UKW-Radiostation hat er noch immer. Ein entsprechendes Konzessionsgesuch hat er beim Bundesamt für Kommunikation letzten Frühling bereits eingereicht. „Dieses Gesuch werde ich vorübergehend sistieren, um unser neues Projekt nicht zu gefährden“, erklärt Patrick Wyer gegenüber der RZ.

Über die Sprachgrenze
Und das neue Projekt hats in sich. Iischers Radio überschreitet die Sprachgrenze. Auf Initiative des Jugenddelegierten des Kantons kam die Crew von Iischers Radio mit den Initianten von Vibration FM rund um Jonathan Ruppen zusammen. Gemeinsam entstand die Idee, ein Radio für den ganzen Kanton aufzubauen. Mit ihrem Radioprojekt will das junge Team aus dem Unter- und dem Oberwallis aufzeigen, dass die Zweisprachigkeit auch eine Chance sein kann. Patrick Wyer: „Alle, die in diesem Projekt engagiert sind, leben für dieses Radio und glauben daran, dass das Ober- und Unterwallis ganz bestimmt mehr als bloss einen Staatsrat und die Kantonspolizei gemeinsam hat. Wir glauben, dass wir das Wallis verändern können.“

Am 1. August wurde das Konzesssionsgesuch für die Kurzveranstaltung vom 4. Dezember bis 4. Januar eingereicht. Im Rahmen der Vernehmlassung hat der Staatsrat anfangs September dem Projekt seine Zustimmung gegeben. Die Initianten hoffen, dass somit der Konzession nichts mehr im Wege stehen sollte.

Studio in Siders
Für die Radiomacher wird sich einiges ändern. So wird sich das Studio nicht mehr in Brig, sondern in Siders befinden. Die Oberwalliser Crew zusammenzustellen, dürfte laut Wyer nicht schwer fallen. Schwierig ist die Rekutierung im Unterwallis. Zum einen fehlen hier ambitionierte, jugendliche Radio-freaks, die über entsprechende Erfahrung verfügen. Zum andern ist die Zweisprachigkeit ein gewisses Problem. Laut Sendekonzept ist während der Hauptsendezeit eine Doppelmoderation Deutsch-Französische geplant. Auch die Nachrichten oder das Wunschkonzert möchte man zweisprachig senden. Zwischendurch sind Sendeblocks in Deutsch, Französisch oder allenfalls gar in einer dritten Sprache vorgesehen.

14 Sendestationen fürs Wallis
Kam man früher mit acht Sendestationen aus, so werden neu 14 solcher Umsetzer installiert werden. Damit soll praktisch das gesamte Wallis von Gletsch bis an den Genfersee erreicht werden. Die Kosten belaufen sich auf über 80’000 Franken, die unter anderem über Sponsoring und Werbung gedeckt werden. Aber letztlich ist das Projekt nur möglich, weil sich Dutzende vom Radio-Virus infizieren liessen und Spass daran haben, mit einem Radio ihres Geschmacks auf Sendung zu gehen.


 

 

      
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