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Nach der Brandkatastrophe in Leuk laufen die Arbeiten auf Hochtouren
Verbauungsprojekt Bannwald läuft


 
Leuk-Susten / Knapp einen Monat nach der verheerenden Feuersbrunst in Leuk sind die Aufräum- und Verbauungsarbeiten in vollem Gang. Noch vor Ende Jahr sollen die ersten Schutzmassnahmen abgeschlossen sein.

Von Walter Bellwald

Rund 300 Hektar Wald wurden durch die Feuersbrunst vom 13. August 2003 ganz oder teilweise zerstört. Nach dem Ende der Löscharbeiten wurden erste Sofortmassnahmen eingeleitet, um die Anwohner vor Steinschlag zu schützen und die Zufahrt nach Leukerbad weiter zu gewährleisten.

Erste Sofortmassnahmen
„In einem ersten Schritt haben wir geschwächte und ausgebrannte Bäume gefällt und aus dem Weg geräumt“, erklärt Revierförster Konrad Egger vom Forstrevier Leuk und Umgebung. Vor allem entlang der Strassen Leuk – Leukerbad und Sämse – Chermignon wurde abgeholzt. Mit dieser Massnahme wurde einer möglichen Unfallgefahr durch umstürzende Baumleichen vorgebeugt. „Weiter haben wir zusammen mit dem Militär an den steilsten Orten mehrere Baumstämme quer eingelegt, damit bei Regenwetter der Humus und die Asche nicht abgeschwemmt werden, sondern das Wasser kontrolliert abfliessen kann“, ergänzt Egger. Zurzeit ist man damit beschäftigt, zwei Steinauffangdämme im Bannwald zu bauen. Dadurch soll die Sicherheit für die Anwohner und die Strassenbenützer von und nach Leukerbad gewährleistet werden.

30‘000 Setzlinge
Rund 15 Forstarbeiter der beiden Forstreviere Leuk und Umgebung und Leuker Sonnenberge stehen derzeit im Einsatz. Nach Angaben von Revierförster Egger sollen die beiden Steinschutzdämme noch vor dem Winter fertigerstellt werden. „In den steileren Partien zwischen den Dämmen wird ein Steinschlagnetz angebracht.“ Erst im Frühjahr soll dann mit den Aufforstungsarbeiten begonnen werden. „Wir rechnen mit einer Wiederaufforstung zwischen zehn
und fünfzehn Prozent der verbrannten Fläche“, meint Egger. Dabei werden rund 3000 Setzlinge pro Hektar gepflanzt. Im Klartext: Für die Wiederaufforstung werden zwischen 30‘000 und 45‘000 Setzlinge benötigt. Dabei sollen vorwiegend einheimische Hölzer verwendet werden.

Zwei Millionen Kosten
In einer ersten Tranche wurden rund 700’000 Franken vom Bund als Direkthilfe zur Verfügung gestellt. Das ganze Wiederaufbauprojekt beläuft sich nach Angaben von Egger auf rund zwei Millionen Franken. „Zurzeit liegt das Projekt bei den Forstingenieurbüros“, erklärt Egger. Anschliessend soll das Dossier an den Kanton und den Bund weitergegeben werden. Auch die Hilfsgelder von Privatpersonen und öffentlichen Organisationen werden investiert. Bis das ganze Projekt mit den Aufforstungsarbeiten abgeschlossen ist, dürfte noch einige Zeit vergehen. Egger: „Wir rechnen mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren.“


 

 

      
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