| Am 30. November wird in Naters und Brig-Glis
über die Einführung der kommunalen Tourismusförderungstaxe
(TFT, Artikel S. 7) abgestimmt. Für Tourismus und Gewerbe in beiden
Gemeinden steht viel auf dem Spiel.
Es geht um Kooperation: Die beiden Verkehrsvereine von Brig-Glis und
Naters werden fusionieren und gemeinsam auch die Destination Aletsch stärken.
Ein mutiger Entscheid, in den hoffentlich auch noch der Verkehrsverein
Brigerbad eingebunden werden kann.
Es geht um viel Geld: Durch die TFT kämen in Brig-Glis-Naters rund
eine Million Franken zusammen. Geld, das zu einem Fünftel wiederum
für das Standort- oder Citymarketing eingesetzt würde. Events
und Freizeitaktivitäten sollen Gäste und Oberwalliser nach Briglina
locken. Davon profitieren Gewerbe und Bürger gleichermassen.
Es geht um mehr Professionalität: Im wachsenden Konkurrenzkampf
können es sich weder Tourismus noch Gewerbe leisten, mit den heutigen
Strukturen weiter zu basteln.
Es geht nicht um neue Steuern: Die neue Abgabe wird nicht vom Bürger,
sondern von den Nutzniessern, also von Tourismus- und Gewerbebetrieben
bezahlt. Der Unterschied zu bisher: Endlich werden auch Trittbrettfahrer
zur Kasse geben. Von einer neuen Steuer zu reden, ist aber weit verfehlt.
Tatsache ist: Sowohl die Beiträge an die Destination Aletsch wie
die Ausgaben fürs Citymarketing sind nötig. Falls diese Gelder
nicht über die Tourismusförderungstaxe erhoben werden können,
werden wohl die Gemeindekassen und damit alle Steuerzahler belastet.
Und es geht doch um Steuern, nämlich um zusätzliche Steuereinnahmen:
Erhält der Tourismus in Brig-Glis-Naters neuen Schwung, steigt die
Nachfrage in den Läden, füllen sich vermehrt die Auftragsbücher
der Handwerker, dann werden auch Gewinne und damit die Steuereinnahmen
der Gemeinden steigen.
Es geht also um verdammt viel!
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