| Haben Sie sich auch
gewundert, dass in Kalifornien Bizeps statt Grips ausreichen, um Polit-Karriere
zu machen? Nun gut. Arnold Schwarzeneggers Wahl ist hinzunehmen, genau so
wie wir das Wahlergebnis am kommenden Sonntag zu akzeptieren haben.
Parallelen zwischen den beiden Wahlkämpfen gabs aber allemal.
Ebenso wie der Kraftprotz den Polit-Konfrontationen auswich und wenig
Konkretes bot, hat auch im helvetischen Wahlkampf 2003 die Würze
gefehlt. Aussagen blieben zu oft auf dem Niveau der Unverbindlichkeit.
Kein Wunder, ist der Wahlkampf-Funken kaum aufs Volk übergesprungen.
Die Politik-Verdrossenheit steigt weiter an. Dabei geht es in unserem
Land und im Wallis in den nächsten Jahren um sehr viel. Können
die Sozialwerke gesichert werden? Gelingt es endlich, das Gesundheitswesen
zu reformieren und die Krankenkassenprämien zu stabilisieren? Werden
die Weichen endgültig in Richtung EU-Beitritt gestellt? Grosse Fragen,
auf die der vergangene Wahlkampf wenig Antworten parat hatte. Bisher konnte
man Parteien und Kandidaten nach den Wahlen noch an ihren Versprechungen
messen. Diesmal sind sie uns weitgehend auch diese schuldig geblieben.
Programme seien weniger wichtig als die Köpfe, mögen Sie
nun einwenden. Das mag stimmen. Aber letztlich geht es am kommenden Wochenende
um die Macht in diesem Land. Wer künftig das Sagen hat, entscheiden
auch Sie. Und dabei ist jede Stimme wichtig. Gerade im Wallis könnte
es im Kampf um die Sitzverteilung noch spannend werden. Gelingt es der
SVP, welche mit 30 Kandidaten antritt, ihren ersten Nationalratssitz im
Wallis zu ergattern? Ist der 3. Oberwalliser Nationalratssitz zu verteidigen?
Diese Fragen (siehe auch Artikel S. 5) stehen im Zentrum der Wahlen im
Wallis. Die Antwort haben Sie in Ihrer Hand. Also gehen Sie an die Wahlurne.
Auch Ihre Stimme zählt.
German Escher
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