| Die Gemeinden Brig-Glis
und Na-ters stehen vor einer wichtigen Weichenstellung: Mit der Tourismusförderungstaxe
soll dem Wirtschaftsleben in der Agglomeration ein neuer Schub verliehen
werden (siehe auch Artikel S.13). Die Vorlage ist nicht umunstritten. Der
Grund ist einfach: Alle Nutzniesser des Tourismus sollen künftig ihren
Förderungsbeitrag leisten. Und das ist gut so.
Trotzdem formiert sich Widerstand. Doch die Argumente und Vorwürfe
sind fadenscheinig und halten einer näheren Prüfung nicht stand.
Das trifft auch auf den Leitartikel zu, der diese Woche in der Tagespresse
erschienen ist. Da ist unter anderem von mangelnder Transparenz und fehlender
Information die Schreibe. Es wird suggeriert, niemand wisse, wer wieviel
zu bezahlen habe. Wer sich nicht die Mühe nimmt, die Info-Broschüren
zu lesen oder an einer der verschiedenen Info-Veranstaltungen teilzunehmen,
tappt tatsächlich im Dunkeln. So offenbar auch der Kommentator der
Tageszeitung. Schade!
Zu den Fakten: Die Tourismusförderungstaxe richtet sich nach
Anzahl Arbeitsplätze, Wertschöpfung, Tourismusabhängigkeit
und geografischer Ausrichtung. Auf Wunsch haben die Gemeindeverwaltungen,
die auch für das Inkasso zuständig sind, den jeweiligen Betrieben
den Betrag berechnet.
Zur Verwendung: 22 Prozent der Nettoeinnahmen werden via Gewerbeverein
für Events und Citymanagement vor Ort und somit im Interesse der
Gäste, Einwohner und Geschäfte eingesetzt. 78 Prozent der Einnahmen
gehen an den neuen fusionierten Tourismusverein Brig-Naters. Davon werden
gut die Hälfte für die Destination Aletsch eingesetzt.
Das Fazit: Die Region Brig-Naters, die bereits heute über eine
halbe Million Logiernächte zählt, kann mit der Tourismusförderungstaxe
gezielt gestärkt werden, was letztlich allen Gewerbetreibenden zu
Gute kommen wird.
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