| Zermatt / Rien ne va
plus im Zermatter Casino. Das Casino muss seinen Spielbetrieb aller Wahrscheinlichkeit
nach einstellen.
Gemäss RZ-Recherchen steht das Casino in Zermatt vor dem Aus. Die
Chancen stehen 50 zu 50, dass wir den Spielbetrieb einstellen müssen,
bestätigt Burgerpräsident Andreas Biner gegenüber der RhoneZeitung.
Die Zahlen im ersten Betriebsjahr blieben weit hinter den Erwartungen
zurück. Das finanzielle Desaster hat einen klaren Grund: Allein
in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres wurden statt der erhofften
2,5 Millionen Franken nur gerade 500000 Franken eingespielt. Zu
wenig für die Kursaal AG. Auch die nachträglichen Steuervergünstigungen
des Bundes für sogenannte B-Casinos haben der arg gebeutelten Aktiengesellschaft
anscheinend nicht mehr geholfen. Zur Erinnerung: Erst im Juni musste schon
das Casino Arosa seine Türen schliessen.
Noch will die Casino Kursaal AG allerdings nicht ganz aufgeben. Zurzeit
stehe man in Verhandlungen mit einem dritten Partner, um die Schliessung
das Zockertempels abzuwenden. Bereits im Juni dieses Jahres hatte die
Casino Kursaal AG ihr Eigenkapital um drei Millionen auf 6,1 Millionen
Franken erhöht. Damit sollte die Zukunft des Zermatter Casinos auf
absehbare Zukunft gesichert sein. Die Burgergemeinde hatte sich im Sommer
gegen eine erneute Kapitalerhöhung ausgesprochen. Dadurch verringerte
sich der Anteil der Burgergemeinde an der Kursaal AG auf 25 Prozent. Wenn
das Casino in Zermatt tatsächlich geschlossen wird, hätte das
für die Burgergemeinde eine Einbusse von rund 1,5 Millionen Franken
zur Folge. BW
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