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Schliessen sich die drei Saastal-Gemeinden bald zusammen?
Gerücht um Saaser Fusion

 
Saas Grund / Saas Balen / Saas Almagell / Die drei Gemeinden Saas Balen, Saas Grund und Saas Almagell haben etwas gemeinsam: Sie alle stehen finanziell mehr oder weniger schlecht da. Dem will nun der Kanton Wallis Abhilfe schaffen. Ist eine weitere Gemeinde-Fusion im Anzug?

Von Ruth Seeholzer

„Kein Kommentar!“ Georg Anthamatten, Gemeindepräsident von Saas Grund, hält sich, angesprochen auf allfällige Fusionsgerüchte im Saastal, bedeckt. „Wir haben Stillschweigen vereinbart.“ Ähnlich tönt es aus Saas Balen. „Ich weiss von nichts“, erklärt Gemeindepräsident Bruno Kalbermatter. Doch im Saastal pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Saas Almagell und Saas Balen gehören zu den acht finanzschwächsten Gemeinden des Kantons Wallis. Und auch Saas Grund hat eine Pro-Kopf-Verschuldung von über 20‘000 Franken zu verzeichnen.

Finanzprobleme
„Die drei Saaser Gemeinden haben unterschiedliche Finanzprobleme“, erklärt Staatsrat und Finanzminister Wilhelm Schnyder. Sie alle hätten zwar grosse Anstrengungen unternommen, um aus der Finanzmisere herauszukommen. Doch diese Auswirkungen genügten laut Schnyder nicht. „Nun muss der Kanton Hand bieten, um zu helfen.“ Die Saastal-Gemeinden gehören nicht zu den Kleinsten im Oberwallis. Balen und Almagell haben je circa 400 Einwohner, währenddem Grund über 1100 Einwohner zählt. Jedoch übersteigen in allen Gemeinden die Zahl der Todesfälle diejenigen der Geburten, ganz zu schweigen von den Wegzügern. Alle drei Gemeinden haben in den letzten Jahren alljährlich zwischen drei und vier Prozent Einwohner verloren.

Standortbestimmung
Das Unternehmensberatungsbüro von Dr. Peter Furger in Visp ist vom Staat beauftragt worden, die Situation in den drei betroffenen Saastal-Gemeinden zu analysieren. Zu einer allfälligen Fusion der drei Gemeinden Balen, Grund und Almagell wollten sich alle Betroffenen noch nicht äussern. Einzig Finanzchef Wilhelm Schnyder erklärt: „Die kantonale Verwaltung lotet im Moment zusammen mit den betroffenen Gemeindebehörden aus, welche Massnahmen Sinn machen im Bereich des Zusammengehens.“ Bis zu einer allfälligen Fusion ist es aber und gerade im Saastal ganz bestimmt noch ein weiter Weg.


 

 

      
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