| Das Wallis gehört
zu den Gewinnern Diese Schlagzeile im Branchenblatt Hotel- und
Tourismusrevue liess mich vergangene Woche aufhorchen. In der Tat
waren da gute Nachrichten zu vernehmen: Die Basler Konjunkturforscher kommen
in ihrer Prognose zum Schluss, dass in diesem Winter einzig die Hotellerie
im Graubünden und im Wallis mit einem leichten Plus rechnen darf. Für
den Sommer 2004 wird fürs Wallis ein ähnliches Ergebnis wie dieses
Jahr vorausgesagt. Und für die Tourismusjahre 2005 und 2006 wird gemäss
den Basler Konjunkturforschern die Zahl der Logiernächte im Wallis
um 1,5 Prozent zunehmen wie nirgends sonst in der Schweiz.
Das sind gute Nachrichten, die uns eigentlich positiv stimmen müssten.
Doch es gibt auch weniger Erfreuliches: So liess die Fernsehsendung KonsumTV
in Zusammenarbeit mit der Höheren Fachschule für Tourismus in
Luzern 70 Kurorte in der Schweiz und in Österreich auf Freundlichkeit
und den Service beim Erstkundenkontakt bewerten. Das Ergebnis ist aus
Walliser Sicht nicht schmeichelhaft. Unter den Top 30 befinden sich lediglich
sechs Walliser Kurorte: Zermatt kam auf Platz 4, Riederalp auf den 15.
und das Lötschental auf den 18. Rang. Leukerbad (24), Grächen
(27) und Saas Fee (28) schneiden noch zufriedenstellend ab. Im Vergleich:
Unsere direktesten inländischen Mitbewerber, die Bündner, haben
gleich sechs Stationen in den Top 10 der freundlichsten Kurorte. Einziger
Trost: Zur grössten Überraschung schneiden die Österreicher
nicht besser ab als die Walliser.
Zugegeben: Anfangs Saison, wenn alle ungeduldig auf den dringend benötigten
Schnee warten, mögen einen solche Testergebnisse nerven. Tatsache
aber ist ebenso: Ein freundliches Lächeln und kompetente Auskunft
sind für die Zukunft des Wintertourismus ebenso wichtig wie Beschneiungsanlagen
und erst noch günstiger!
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