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Briger Altersheim will als Übergangslösung 14 bis 16 Betten
Altersheim plant Provisorium

 
Brig-Glis / Der Notstand in der Alterspflege in der Region Brig zwingt den Stiftungsrat des Altersheims Englisch-Gruss zu unkonventionellen Übergangslösungen. Bis zur Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus will man an einem zweiten Standort 14 bis 16 Betten in Betrieb nehmen. Ein entsprechendes Gesuch wurde bei Staatsrat Burgener eingereicht.

Von German Escher

RZ-Leser wissen es und zahlreiche Betagte und deren Angehörige erleben es tagtäglich: In der Region Brig-Naters fehlen über 100 Altersheimbetten. Und bis die Neubauprojekte in Ried-Brig, Naters und Brig-Glis stehen, geht es noch Jahre. Weil Übergangslösungen im Reha-Zentrum oder Spital offenbar nicht möglich sind, hat sich der Stiftungsrat entschieden, eine private Liegenschaft dazuzumieten. „Wir führen entsprechende Verhandlungen“, bestätigt Stiftungsratspräsident Peter Planche gegenüber der RhoneZeitung.

Kooperation mit Seniorenresidenz?
Offenbar sind verschiedene Objekte im Gespräch. Gar ein Hotel soll den Verantwortlichen angeboten worden sein. Gerüchte, die Planche allerdings dementiert: „Für uns steht eine Zusammenarbeit mit der Seniorenresidenz im Vordergrund.“ Hier stimmen die Voraussetzungen: Das Gebäude muss unter anderem vollständig rollstuhlgängig sein, genügend Platz für Pflegebetten haben und aus betrieblichen Gründen nahe beim bestehenden Altersheim sein. Eine erste Grobofferte sei auf dem Tisch. Weitere Verhandlungen seien aber erst möglich, wenn der Staatsrat dem Subventionsgesuch zustimmt, betont Planche.

Eine Etage mit 14 bis 16 Betten
Laut Stiftungsratspräsident Plan-che würde das Altersheim Brig-Glis in der neuerstellten Seniorenresidenz eine ganze Etage mieten. Pro Zweizimmerwohnung wären zwei Betten vorgesehen. Dies ergäbe insgesamt 14 bis 16 zusätzliche Pflegebetten, welche wesentlich zur Entschärfung der gegenwärtigen Situation beitragen würden. Die technische Infrastruktur wäre in der Seniorenresidenz vorhanden. Die Pflegebetten müsste der Mieter, also die Altersheimstiftung, kaufen. „Die Betten können wir später im Neubau einsetzen“, meint dazu Peter Planche.

Mitte Jahr betriebsbereit?
Dasselbe trifft auch auf das Pflegepersonal zu. Planche geht davon aus, dass rund zehn Personen angestellt werden müssten, die man schon für die spätere Inbetriebnahme des Neubaus rekrutiert hätte. „Das wäre ein grosser Vorteil, weil qualifiziertes Pflegepersonal schwierig zu finden ist.“

Die Verantwortlichen wollen die „Zweigstelle“ möglichst rasch in Betrieb nehmen. Stimmt der Staatsrat dem Provisorium zügig zu, könnten die zusätzlichen Betten auf Mitte Jahr zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig soll die Projektierung des Neubaus vorangetrieben werden. Gemäss Planche wurde das Raumprogramm um fünf Kurzaufenthaltbetten erweitert. Der Projektwettbewerb für den Erweiterungsbau des Altersheim Englisch-Gruss wird in Brig-Glis im Januar ausgeschrieben.



 

 

      
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