D i e   a u f l a g e s t ä r k s t e   Z e i t u n g   d e s   O b e r w a l l i s

      
Kevin Fux (23) von St. Niklaus, Mechaniker im Team von Sauber-Petronas
„Peter Sauber ist für mich eine grosse Respektperson“

 
St. Niklaus / Hinwil / Er ist 23 Jahre alt und gelernter Maschinenmechaniker. Seit knapp einem Jahr arbeitet er im Home-Team von Sauber in Hinwil. Kevin Fux aus St. Niklaus: „Motorsport hat mich schon immer fasziniert.“

Von Ruth Seeholzer

Angefangen hat alles in Zaniglas. In der Scintilla hat Kevin Fux, wie schon viele andere vor ihm, die Lehre als Maschinenmechaniker gemacht. Es war naheliegend, auch nach der Lehre beim grössten Zaniglaser Arbeitgeber zu bleiben. Doch nach ein paar Jahren Drei-Schicht-Betrieb kamen Kevin die ersten Zweifel. War es das schon? Oder müsste man nicht doch noch einmal in die grosse weite Welt hinaus? Spontan entschloss sich der junge Zaniglaser, Sauber Motorsport in Hinwil im Zürcher Oberland einen Brief zu schicken mit der Anfrage, ob sie an einem motivierten Maschinenmechaniker interessiert seien. Für den begeisterten Super-Bike-Fahrer war klar, wenn schon, dann Motorsport.

Die grosse Chance
Bereits nach drei Tagen kam ein Anruf von Sauber, Fux solle seine Bewerbungsunterlagen schicken. Bald darauf konnte er sich bei den Zürchern vorstellen. „Einige Tage später luden sie mich ein weiteres Mal zu sich ein“, erzählt Kevin Fux. Da war ihm eigentlich schon klar, dass es wohl klappen würde. Und dann begann er doch noch zu zweifeln. Ob das wohl das Richtige sei. „Die Leute von Sauber warnten mich, ob ich es mir gut überlegt hätte“, gibt der junge Zaniglaser unumwunden zu. Heute weiss er, wieso. Die Arbeitszeiten sind teilweise total unregelmässig. „Die Frau oder Freundin müsste, falls vorhanden, auch angefressen sein vom Rennsport“, meint Kevin Fux. „In der letzten Rennsaison hatten wir bis zu 17-Stunden-Tage.“ Aber Kevin Fux lacht dabei. „Es ist mein Traum-Job!“

Kilometerbegrenzung für Teile
Kevin arbeitet in der Getriebeabteilung. Zu zweit sind sie verantwortlich für das Fahrwerk: Radträger, Radnaben und Antriebswelle werden aufgebaut, montiert und während der Saison revidiert. Für jedes Teil gibt es eine Kilometerbegrenzung. Ein Radträger zum Beispiel darf nur während ca. 2500 Kilometern in Rennen sein, dann bis maximal 4500 Kilometern auf Teststrecken. Danach wird er ersetzt.

„Ich will ins Rennteam!“
Momentan macht Kevin Fux ein Trainingsprogramm für Leute aus dem Home-Team mit, die ins Sauber Test-Team wollen. „Ich würde alles dafür geben, im Test-Team oder gar im Renn-Team arbeiten zu dürfen!“, meint der 23jährige begeistert. Überhaupt hat er es noch keinen einzigen Tag bereut, die Entscheidung für Sauber getroffen zu haben. „Peter Sauber ist für mich eine grosse Respektperson. Er hat schon sehr viel erreicht in seinem Leben.“


 

 

      
Heute & morgen

/

/


RZ-Newsletter
Email-Adresse eingeben und Sie werden informiert:
Suchen


Have a look at: