D i e   a u f l a g e s t ä r k s t e   Z e i t u n g   d e s   O b e r w a l l i s

      
Projektidee würde Platz- und Finanzierungssorgen lösen
Casino im neuen Visper Bahnhof?

 
Visp / Im Oberwallis machen neue Casino-Pläne die Runde: Gemäss RZ-Recherchen prüfen derzeit die Gemeinde Visp sowie die Konzessionäre in Zermatt, ob das Casino nicht in den neuen Bahnhof nach Visp verlegt werden sollte.

Von German Escher

Der Erfolg des früheren Casinos in Saxon und die positive Umsatzentwicklung des Casinos in Montana-Crans zeigen: Im Wallis haben Spielcasinos durchaus eine Berechtigung - vorausgesetzt, die Spieler können ihr Paradies auch bequem erreichen.

Visper Bahnhof ideal gelegen
Dass die Erreichbarkeit ausschlagend für den Erfolg ist, haben inzwischen auch die Zermatter Promotoren eingesehen. Gemäss RZ-Recherchen denken die Zermatter über einen alternativen Standort nach. Im Vordergrund soll dabei der Visper Bahnhof stehen. Die guten und schnellen Zugsverbindungen und das ausreichende Parkingangebot sind durchaus Argumente, die für den Standort Visp sprechen.

Bekanntlich hat die Gemeinde Visp zu Jahresbeginn aktiv begonnen, die Obergeschosse des geplanten Bahnhofneubaus möglichen Kauf- und Mietinteressenten anzubieten. Interesse bekunden nun offenbar die Zermatter Casinobetreiber. „Wir sind mit verschiedenen Partnern im Gespräch“, lässt dazu Andreas Biner, Burgerpräsident, gegenüber der Rhonezeitung verlauten. Aus Rücksicht auf die laufenden Gespräche könne er nicht mehr sagen. Die RZ weiss, dass heute Donnerstag, den 1. April 2004, eine weitere Verhandlungsrunde in Visp angesetzt ist. Treffpunkt ist das Bahnhofbufett Visp. Und das mit guten Grund, wie Andreas Biner der RZ bestätigt: „Hier haben damals die ersten Schulungen der Casino-Mitarbeiter stattgefunden.“ Ob dies ein gutes Omen ist, wird sich weisen müssen.

Finanzierungslücke schliessen
Zu den Nutzniessern würde auch die Gemeinde Visp gehören. Für den Neubau des Bahnhofs samt Parking muss die Gemeinde einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen. Da sind sichere Miet- oder Kaufverträge Gold wert. Denkbar wäre auch eine Beteiligung der Gemeinde an der Casinobetriebsgesellschaft. So könnten Teile der Spielerträge zur Finanzierung der Baukosten eingesetzt werden. „Selbstverständlich sind wir an diesem Projekt interessiert“, bestätigt der Visper Gemeindepräsident René Imoberdorf gegenüber der RhoneZeitung. Zu weiteren Details mochte er sich nicht äussern. Er erinnert jedoch daran, dass sich Visp bereits mit dem Standort Eyholz für eine Casino-Konzession beworben hatte.

Visper Glücksträhne
Offenbar ziehen die Visper nach dem Bahnhof- und dem Spitalentscheid gleich nochmals das grosse Los. In Brig jedenfalls wird man die Visper Glücksträhne wohl zähneknirschend weiterverfolgen.

Nach dem Bekanntwerden der Zermatter Casino-Probleme haben sich bekanntlich auch die Briger Promotoren, die im früheren Dancing Crazy-Palace ein Casino geplant hatten, wieder Hoffnungen auf eine Konzession gemacht. Jetzt gehen sie definitiv leer aus. Das aber wird die Zocker aus Brig-Glis und Naters nicht davon abhalten, sich mit Pokermine am Spieltisch und am einarmigen Bandit zu revanchieren.


 

 

      
Heute & morgen

/

/


RZ-Newsletter
Email-Adresse eingeben und Sie werden informiert:
Suchen


Have a look at: