| Eyholz / Bombenalarm im Carrefour in Eyholz.
Ein Wahnsinniger drohte am Telefon, das Geschäft in Eyholz in die Luft
zu sprengen. Die Drohung erwies sich glücklicherweise als falsch.
Von Walter Bellwald
Das Horrorszenario ereignete sich vor zwei Wochen:
Auf der Geschäftsstelle des Carrefour in Eyholz meldete sich ein
Unbekannter, der damit drohte, im Grossmarkt eine Bombe zu zünden.
Der Geschäftsführer reagierte instinktiv und alarmierte sofort
die Polizei. Nach eingehender Untersuchung gaben die Beamten Entwarnung.
Der vermeintliche Bombenleger konnte gefasst und überführt werden.
Ihm droht eine längere Freiheitsstrafe.
Angst und Unsicherheit
Bei uns ist eine Bombendrohung eingegangen, bestätigte
Geschäftsführer Markus Waldvogel eine entsprechende RZ-Anfrage.
Mehr will ich dazu nicht sagen. Auch die Kantonspolizei wollte
sich nicht weiter zu dem Vorfall äussern. Über das Motiv und
den Erpresser schweigen sich die verantwortlichen Stellen aus. Tatsache
ist aber, dass sich der Vorfall während den normalen Geschäftsöffnungszeiten
ereignete, in einer Zeit also, wo sich hunderte kauffreudiger Kunden im
Geschäft aufhielten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn
tatsächlich eine Bombe hochgegangen wäre.
Keine unmittelbare Gefahr
Während hinter den Kulissen fieberhaft nach der Bombe und dem anonymen
Anrufer gefahndet wurde, wähnte sich die Kundschaft in Sicherheit.
Trotz der scheinbaren Gefahr entschied sich der Geschäftsführer
der Carrefour SA in Eyholz nach Rücksprache mit der Polizei, das
Geschäft nicht zu räumen. Dies sicher nicht zuletzt deshalb,
um keine unnötige Panik auszulösen. Kurze Zeit nach dem anonymen
Telefonanruf konnten die Beamten Entwarnung geben. Jetzt befürchtet
die Polizei, dass diese Aktion mögliche Nachahmer auf den Plan rufen
könnte. Viele Spinner nutzen die momentane politische Lage
und die wirtschaftliche Unsicherheit, um die Menschen in Angst und Schrecken
zu versetzen, weiss ein uniformierter Beamter und weist auf die
strafrechtlichen Konsequenzen hin. Eine Drohung ist kein Kinderstreich
und kann eine lange Freiheitsstrafe nach sich ziehen.
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