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German Escher
Es braucht Klatsch und Käse
 
Die Walliser Ferienorte sind weniger bekannt als uns lieb wäre. Das zeigt die neuste Marktstudie von Schweiz Tourismus.

Zu den Fakten: Ein Marktforschungsinstitut hat in Berlin, London und Paris je 400 Personen interviewt. Spontan wurde das Matterhorn nach Genf, Zürich und Bern am vierthäufigsten genannt. Den Befragten kommt das Wallis spontaner in den Sinn als das Tessin, Graubünden oder das Berner Oberland. Im zweiten Teil wurden gezielt die Namen von 65 Schweizer Ortschaften, Regionen und Bergen abgefragt. Hier ist das Ergebnis weniger schmeichelhaft: Nach den bekannten Städten rangiert St. Moritz mit einer Bekanntheit von 80 Prozent auf dem 4. Platz. Das Matterhorn (an 9. Stelle) kennen noch 69 Prozent. Zermatt (13. Stelle) erreicht einen Wert von 64 Prozent. Als einzige Walliser Stationen noch bekannt sind Crans-Montana (30 %) und Verbier (24 %). Nach Saas Fee, Leukerbad und Aletsch sucht man auf der Rangliste vergeblich.

Und wie siehts andernorts aus? Luzern ist bekannter als das Matterhorn, das Emmental kennt man besser als Zermatt. Nur knapp hinter dem Begriff Wallis rangieren das Appenzeller und das Greyerzerland. Gute Werte erzielen auch Davos, Klosters, Ascona und Gstaad.

Da drängen sich vier Schlussfolgerungen auf. Erstens: Wallis Tourismus macht einen guten Job. Die Ferienregion als Ganzes hat einen hohen Bekanntheitsgrad.

Zweitens: Jene Orte, in denen Prominenz den Urlaub verbringt, sind bekannter – sofern man in der Klatschpresse darüber liest. Entweder sind unsere Top-Stationen nicht gefragt oder sie verfolgen hier die falsche Strategie. Ich vermute letzteres.

Drittens: Die traditionellen Käseregionen Helvetiens kennt man auch im Ausland. Also müssen auch bei uns Landwirtschaft und Tourismus ihre Vermarktung stärker bündeln.

Viertens: Neue Markenamen wie Aletsch oder andere Destinationen sind kaum bekannt. Dies mag ein Fingerzeig sein, trotz regionaler Zusammenarbeit die halbwegs bekannten Ferienorte in der Marketingstrategie nicht vollends auszuradieren.


 

 

      
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