| Da kommen sie nun daher
und wollen das kleine Ausserbinn zwingen zu seinem Glück. Eventuell
schon in der kommenden Juni-Session soll im Grossen Rat beschlossen werden,
ob Ausserbinn zur Fusion mit Steinhaus, Mühlebach und Ernen gewzungen
werden kann. Wehren dagegen tut sich momentan nur Ausserbinn (siehe RZ Seiten
4 und 5). Die kleine Gommer Gemeinde mit 45 Einwohnern will alle Hebel in
Bewegung setzen, um der drohenden Zwangsfusion entgehen zu können.
Sie hofft, eine grosse Lobby im Grossen Rat zu bekommen.
Doch sollten sich wider Erwarten die gesamten Oberwalliser Grossräte
einig sein und geschlossen gegen die Zwangsfusion von Ausserbinn stimmen
es wäre wohl nur ein bisschen mehr als ein Tropfen auf den
heissen Stein. Denn und das schleckt keine Geiss weg die
Oberwalliser sind deutlich in der Minderheit, auch im Grossen Rat. Und
seien wir ehrlich: Welchen Unterwalliser Grossrat interessiert das Schicksal
einer Oberwalliser Kleinstgemeinde?
Fusionen können eine gute Sache sein. Bei hoher Überschuldung
oder Schwierigkeiten beim Bestellen des Gemeinderates kann sogar ein Zwang
sinnvoll sein. Das sind jedoch alles Kriterien, die auf Ausserbinn in
keiner Art und Weise zutreffen. Ganz im Gegenteil zur Unterwalliser Gemeinde
Salins. Dort spricht aber niemand von Zwang. Im Oberwallis jedoch will
man etwas durchstieren, was bald zum Modell werden könnte. Noch wird
das Oberwallis vom Unterwallis nicht gevogtet. Doch die drohende
Zwangsfusion von Ausserbinn könnte eine Lawine von weiteren Unterwalliser
Zwängereien auslösen.
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