| Seit Monaten diskutieren
Gemeinde und SBB über die Realisierung eines Parkings am Briger Bahnhof.
Jetzt steht man offenbar kurz vor dem Abschluss. Dieser Entscheid ist für
Brig-Glis in mehrfacher Hinsicht wichtig.
Zum einen benötigen Kunden auch jene der SBB in
Bahnhofsnähe zusätzlich Parkplätze. Das haben jetzt auch
die Bundesbahnen erkannt.
Zum anderen hat die Bereitschaft der SBB auch Signalwirkung. Wenn
die SBB am Bahnhof Brig Hand bieten für eine Parking-Lösung,
ist dies auch ein Indiz für den künftigen Stellenwert des Bahnhofs.
Bisher haben die Spitzen der SBB immer wieder versprochen, dass auch nach
der Eröffnung der NEAT die Züge am Bahnhof Brig halten werden.
Der Entscheid zugunsten eines Parkings kann als erster Tatbeweis in diese
Richtung gewertet werden.
Die NEAT wird das Oberwallis verändern. Davon wird in erster
Linie Visp profitieren, das allerdings auch Hand bieten muss zu millionenteuren
Investitionen. Aber letztlich wird die gesamte Agglomeration Visp-Brig-Naters
zu den Gewinnern gehören. Vor dem Hintergrund der neuen Regionalpolitik
des Bundes, die primär auf die Stärkung der Agglomerationen
in den Berg- und Randregionen ausgerichtet sein wird, ist dies nicht unwesentlich.
Starke Zentrumsgemeinden nützen einer gesamten Region. Visp und Brig-Naters
können als Lokomotiven das gesamte Oberwallis in ein neues Zeitalter
führen.
Diese Entwicklung erfolgt nicht von heute auf morgen. Aus den NEAT-Impulsen
können wir aber nur positiven Nutzen ziehen, wenn wir nicht gleich
bei jedem anstehenden Entscheid nur bis an die eigenen Perronkante denken
und dem Nachbar jeden Erfolg missgönnen. Denn letztlich ist ein jeder
nur so stark wie sein Nachbar.
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