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SBB stimmt dem Bau von neunzig oberirdischen Parkplätzen zu
Bahnhof-Parking wird 2005 gebaut

 
Brig / Nun ist es definitiv: Am Bahnhof Brig werden rund neunzig Parkplätze gebaut. „Die Verhandlungen mit den SBB sind kurz vor dem Abschluss“, bestätigt Stadtpräsidentin Viola Amherd der RZ.

Von German Escher

RZ-Leser wissen: Seit Monaten prüft und diskutieren die Stadtgemeinde Brig-Glis und die SBB den Bau von oberirdischen Parkplätzen westlich des heutigen Bahnhofgebäudes. Technische Projektanpassungen und Überprüfungen führten immer wieder zu Verzögerungen. Doch nun scheint das Projekt spruchreif zu sein, wie Stadtpräsidentin Viola Amherd gegenüber der RhoneZeitung auf Anfrage erklärt: „Die Verhandlungen mit den SBB als grösste Grundeigentümerin stehen kurz vor dem Abschluss.“ Damit eine spätere städtebauliche Gestaltung des Bahnhofareals nach Verlegung der Schmalspurbahn nicht erschwert oder beeinträchtigt wird, sollen nördlich des Busterminals angrenzend zu den höher gelegenen Perronanlagen rund neunzig offene Parkplätze entstehen. „Die Realisierung ist für 2005 vorgesehen“, versichert die Stadtpräsidentin.

Kreisel bereits bewilligt
Der neue Parkplatz beim Bahnhof wird vom Norden her über einen neuen Kreisel erschlossen. Bekanntlich haben sich die Gemeinden Brig-Glis und Naters dafür eingesetzt, dass bei der Rhonebrücke ein Vollanschluss an die Umfahrungsstrasse realisiert wird. Damit werden sowohl Naters wie die Briger Innenstadt besser erreichbar. Das entsprechende Projekt lag im Frühjahr öffentlich auf und ist inzwischen bewilligt. Gegenwärtig laufen die Arbeitsausschreibungen. „Mit den Bauarbeiten am Kreisel wird man noch in diesem Jahr beginnen“, erläutert die Stadtpräsidentin den Zeitplan.

Alter Wunsch geht in Erfüllung
Mit der besseren Anbindung an die Umfahrungsstrasse und dem Bau neuer Parkplätze am Bahnhof geht ein alter Wunsch zumindest teilweise in Erfüllung. Bekanntlich wollte die Stadtgemeinde bereits vor zehn Jahren am Bahnhof ein Parkhaus bauen. Im Juni 1995 stimmte die Urversammlung dem Bau eines Parkhauses mit 155 Einstellplätzen zu und genehmigte einen Kredit von acht Millionen Franken. Das Parkhaus war Teil der ursprünglichen Gesamtplanung Bahnhofplatz und sollte im Untergeschoss des neuen Postgebäudes realisiert werden. Weil das Postgebäude aber nicht gebaut wurde, blieb auch das Parkhaus ein Wunsch. Seither wurden verschiedenste Varianten und Standorte geprüft. Da die Gemeinde selber am Bahnhof keinen Boden besass, war man auf das Entgegenkommen der Grundeigentümer angewiesen. Ein erster Vorvertrag mit der damaligen FO im Dezember 1992 war eine erste wichtige Voraussetzung für das nun geplante Parking. Mit der Zustimmung der grössten Grundeigentümerin, der SBB, scheint nun der Durchbruch für die Realisierung eines Parkings Tatsache zu werden.

Neugestaltung wichtig
Vor allem Gewerbetreibende fordern zusätzliche Parkplätze für ihre Kunden. Aber auch Bahnkunden ärgern sich heute über das eher knappe Parkingangebot. Kommt hinzu, dass die provisorische Gestaltung des heutigen Vorplatzes alles andere als eine einladende Visitenkarte des Simplonstädtchens darstellt. Das hänge nicht direkt mit dem Parking zusammen und müsse separat angegangen werden, erklärte die Stadtpräsidentin.


 

 

      
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