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Drugwipe (Drogenwischer) so heisst
der neue Schnelltest, mit dem künftig Autofahrer auf illegale Drogen
getestet werden sollen. Ein bisschen Schweiss, ein wenig Speichel, kurz
abgewischt mit dem Testgerät und schon steht fest, ob einer die letzten
paar Tage gekifft hat. Zeigt das Gerät an, heisst es ab zum Urintest.
Mit der Strafverschärfung für den Konsum von illegalen Drogen
am Steuer, die der Bundesrat per 2005 in Kraft gesetzt hat, heisst ein
positiver Test auch bei allerkleinsten Mengen Führerausweisentzug
für mindestens drei Monate. Recht so. Bei legalen Drogen verhält
es sich wie wir alle wissen etwas anders. Zwar sinkt auch
da die Toleranz vom kommenden 1. Januar an. Doch immer noch muss niemand
mit ein klein wenig Alkohol im Blut mit einem Führerausweisentzug
rechnen. Zero Tolerance wird also auch künftig ganz alleine George
W. Bushs Anti-Terror-Propaganda und der schweizerischen Anti-Cannabis-Politik
vorbehalten bleiben. Die Alkoholiker unter uns wirds freuen. Die eidgenössische
Alkoholverwaltung hat allerdings wenig Grund zur Freude. Ganz abgesehen
davon, dass tiefere Grenzwerte den Alkoholkonsum ein wenig drosseln und
dadurch weniger Steuern in die Staatskassen gespült werden, macht
ihr jetzt auch noch der Walliser Nationalrat Jean-René Germanier
das Leben zur Hölle. Abschaffen wollte der Unterwalliser Wein- und
Schnapsproduzent dieses Amt! Und damit 15 Millionen einsparen. Oder ob
das wohl nur eine Retourkutsche für die Busse war, die ihm die Alkoholverwaltung
aufgebrummt hat weil er 196 Liter reinen Alkohol nicht deklarierte?
Dafür hat der Schweizerische Spirituosenverband mehr Freude am umtriebigen
Germanier. Der Walliser schreibt es nämlich auf seine Fahne, dass
die Alkoholsteuer nicht erhöht wird. Germanier sei dank. Der Alkohol
hat weiterhin seine Chance.
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Meinung interessiert uns!
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