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Eggerberg / Ausserberg / Entlang der BLS-Südrampe
soll eine neue Bahnfunkanlage erstellt werden. Gegen das entsprechende
Plangenehmigungsverfahren formiert sich jetzt der Widerstand. Obwohl die
Grenzwerte laut Projektgrundlagen eingehalten werden, reagieren die Anwohner
skeptisch.
Von German Escher
Wir haben die Anwohner auf das Projekt aufmerksam gemacht. Der
Gemeinderat wird das Projekt am 31. August behandeln. Aber voraussichtlich
wird auch die Gemeinde Eggerberg im Interesse der Bevölkerung intervenieren,
erklärt Gemeindepräsidentin Rafaela Wasmer gegenüber der
RZ. Seitens der Gemeinde befürchtet man eine weitere Beeinträchtigung
der Wohn- und Lebensqualität im Dorf. Aus derselben Überlegung
haben Anwohner und Gemeinde im Juli bereits gegen das als ungenügend
bezeichnete Lärmschutzkonzept eingesprochen.
Bahnfunk weniger problematisch?
Laut Projektunterlagen sind schon auf dem Territorium Ausserberg eine
Funkantenne und in Eggerberg drei Masten vorgesehen. Am stärksten
betroffen ist der Weiler Nest, wo der zehn Meter hohe Masten in unmittelbarer
Nähe zu den Wohnhäusern zu stehen käme. Die weiteren Antennen
in Eggerberg sind zwischen den Weilern Halta und Stadel geplant. Insgesamt
sollen in Eggerberg und Ausserberg rund eine halbe Million Franken in
den Bahnfunk GSM-R investiert werden. Seitens der BLS wird darauf hingewiesen,
dass die GSM-R Antennen weniger problematisch sind als andere Mobilfunknetze.
Zudem werde nur das Bahntrassee angestrahlt, und schliesslich seien auch
sämtliche Grenzwerte eingehalten.
Gemeinde fordert Galerie
Auch wenn die Grenzwerte eingehalten sind, hat die Gemeindepräsidentin
grosse Bedenken: Niemand weiss heute, ob diese Strahlungen nicht
gesundheitsschädigend sind. Wohngebiet und attraktives Bauland
ist laut Rafaela Wasmer dem steigenden Bahnlärm und nun auch den
Emissionen des Bahnfunks ausgesetzt. Das könne junge Familien davon
abhalten, sich in Eggerberg nieder zu lassen, befürchtet die Präsidentin.
Sie plädiert deshalb für umfassende Schutzmassnahmen. Am
wirkungsvollsten wäre wohl der Bau einer Galerie, der die Anwohner
vor Lärm und Strahlungen schützen könnte. Ein solches
Bauwerk müsste schätzungsweise an die 700 Meter lang sein, um
einen ausreichenden Schutz zu gewähren. Ob die Bauherrschaft darauf
einsteigt, erscheint zumindest fraglich.
Beim Weiler Nest in Eggerberg ist eine zehn Meter hohe Bahnfunk-Antenne
geplant, die bei Anwohnern und Gemeinde auf Kritik stösst.
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