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Die Torhüter der Regionalligisten im Porträt. Diese Woche: Martin Salzgeber, FC Raron
„Ein Garant für wenig Gegentore“

 

Raron / Mit einem 4:0-Sieg gegen Brig gelang dem FC Raron ein Start nach Mass in die neue Meisterschaft. Martin Salzgeber, der Mann zwischen den Pfosten bei den Rarnern, hat bewegte Zeiten hinter sich. Nebst seinem Stammverein Raron spielte er auch bei Thun und den Berner Young Boys in der Nationalliga B.

Von Markus Pianzola

„Ich bin sehr froh, dass wir Martin Salzgeber in unseren Reihen haben. Mit seiner Erfahrung ist er ein Spitzengoalie in der 2. Liga und ein Garant für wenig Gegentore“, beurteilt Raron-Trainer Martin Schmidt seinen Torhüter. Dessen Rolle innerhalb der Mannschaft sieht der Trainer ein wenig zwiespältig: „Manchmal ist er der ruhende Pol des Teams, aber er kann auch einmal laut werden in der Kabine. Seine Anwesenheit ist sehr wichtig und er ist einer der Leistungsträger der Mannschaft“, findet Schmidt nur lobende Worte über Salzgeber.

Dank Gipsbein ins Tor
Durch Zufall kam Salzgeber in seiner Kindheit auf die Position des Torhüters: Infolge eines Beinbruchs hatte er damals ein Bein eingegipst und konnte daher beim Fussballspiel mit den Kollegen nicht als Feldspieler eingesetzt werden. Damit er trotzdem mitspielen konnte, stellte man ihn mit seinem Gipsbein kurzerhand ins Tor. Auf dieser Position blieb er in der Folge auch. Lange Jahre spielte Salzgeber bei seinem Stammverein Raron. Hier erlebte er auch einen seiner Karrieretiefpunkte mit dem Abstieg in die 2. Liga. 1996 folgte der Wechsel zum damaligen Erstligisten Thun. Aus der Zeit bei den Berner Oberländern konnte er einige schöne Erinnerungen mitnehmen: „Der Aufstieg in die NLB mit Thun war eine der schönsten Erfahrungen meiner Karriere. Auch als wir damals als Unterklassige das grosse GC mit 2:1 aus dem Schweizer Cup warfen, war das ein sehr schöner Moment“, schwärmt Salzgeber.

Schöne Zeiten bei Thun und YB
1999 folgte der Wechsel zu den Berner Young Boys, damals auch in der NLB. „Trotzdem konnte man Grossklub-Atmosphäre spüren“, sagt er rückblickend. Doch Salzgeber lernte bei den Bernern nicht nur die Sonnenseiten des Fussballs kennen. Nach zwei schweren Verletzungen, einem Trümmerbruch der linken Gesichtshälfte und einem Daumenbruch, machte er sich Gedanken über die Fortsetzung seiner Karriere und die Zeit danach. „Es war mir klar, dass es mir nicht mehr nach ganz oben reichen würde. Zudem war die Finanzlage der Young Boys zu der Zeit auch nicht gerade rosig. Als ich dann ein Angebot als Aussendienstmitarbeiter im Wallis bekam, entschloss ich mich zur Rückkehr in meinen Heimatkanton“, erklärt Salzgeber.

Optimaler Saisonstart
Hier spielte er zuerst in Visp, bevor er wieder zu seinem Stammklub Raron zurückkehrte. Nach dem dritten Platz in der Vorsaison sind die Erwartungen an die Rarner entsprechend gross. „Wir hatten letztes Jahr eine tolle Saison. Ich hoffe, dass wir dieses Resultat heuer wiederholen können“, meint Salzgeber vorsichtig optimistisch. Der Start in die neue Saison ist jedenfalls schon einmal optimal geglückt, der FC Brig wurde auf dessen Platz gleich mit 4:0 abgefertigt. „Wir haben die Tore im richtigen Moment erzielt. Wenn Brig den 2:1-Anschlusstreffer geschafft hätte, wäre ein ganz anderes Spiel entstanden. Trotzdem ist der Sieg verdient, auch wenn wir uns von diesem Resultat nicht blenden lassen dürfen“, gibt sich der 33-Jährige realistisch. Nun steht am kommenden Sonntag das Spiel gegen die Natischer Reserven auf dem Programm. Salzgeber erwartet von seinem Team eine ähnliche Leistung wie gegen Brig: „Dann sollte ein positives Resultat drinliegen, obwohl man bei den Natischern nie weiss, ob und wer zur Verstärkung aus der 1. Mannschaft mit dabei ist.“

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