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Am Freitag öffnet die OGA in Brig
ihre Tore. Nicht bloss das normale Fussvolk wird erwartet, auch politisch
ambitionierte Köpfe dürften in auffallend hoher Häufigkeit
zu sehen sein. Der Grund: Mit der OGA fällt der Startschuss in ein
spannendes Polithalbjahr, das uns im Dezember Gemeinderatswahlen und im
März Grossrats- und Staatsratwahlen beschert. Da drängt sich
der grösste Oberwalliser Treffpunkt des Jahres geradezu auf, sich
in Szene zu setzen.
Je nach Kandidat und Ambition ist das Politschaulaufen weniger wichtig.
Für die Gemeinderatswahlen ist die Präsenz an der OGA kaum ausschlaggebend.
In den meisten Gemeinden dürfte die Kandidatenkür mangels Bewerberinnen
und Bewerbern schwieriger sein als die eigentliche Wahl.
Mehr Spannung versprechen da schon die Grossrats- und insbesonders
die Staatsratswahlen. Wer als Parlamentarier oder gar als Regierungsmitglied
in die Kantonshauptstadt ziehen will, muss allmählich den Wahlkampf
lancieren, sich ins Schaufenster stellen.
Das sehen eigentlich die meisten Politstrategen so mit Ausnahme
jener der CVPO. Die Schwarzen möchten nach der Demission von Wilhelm
Schnyder bekanntlich den gelben Staatsratssitz beerben. Nur wer darauf
Platz nehmen soll, darüber ist man sich in der schwarzen Führungsriege
offenbar noch nicht im Klaren. Noch warten alle auf die Zusage des Kronfavoriten
aus Salgesch. Doch Cina mag sich offenbar nicht zwischen Bern und Sitten
entscheiden. Das Spielen auf Zeit erschwert es, eine Alternative aufzubauen.
Niemand steigt gerne als zweite Wahl ins Staatsratsrennen. Und so ist
der Zieleinlauf in Sitten ähnlich schwierig einzuschätzen wie
beim Ferkelrennen an der OGA. Spielvarianten gibt es da mehrere:
Vielleicht setzt der OGA-Präsident gleich aufs richtige Schwein
in der Hoffnung bald selbst Staatsrat zu sein.
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Meinung interessiert uns!
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