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144 gedeckte Einstellplätze auf dem unteren Parkplatz geplant
Gemeinde prüft Parkhaus in Blatten

 

Blatten / Naters / Die Gemeinde Naters will in Blatten den Bau eines Parkhauses mit insgesamt 144 Einstellplätzen initiieren. Eine erste Konzeptstudie liegt auf dem Tisch. Noch ist unklar, wer allenfalls als Bauherr auftreten würde und wie das genaue Betriebskonzept aussehen wird.

Von German Escher

Im alten Dorfteil von Blatten können die wenigsten Wohnungsbesitzer zu ihrer Liegenschaft zufahren. Dasselbe trifft auf einige Chaletbesitzer im restlichen Blatten zu. Auch die Ferienhauseigentümer in Tschuggen können im Winter nicht bis vor die Türe fahren. Und alle jene, die ein Feriendomizil auf der Belalp haben, sind auf eine Parkingmöglichkeit in Blatten angewiesen. Parkplätze sind heute wohl vorhanden, aber lediglich im Freien.

Qualität im Vordergrund
Dies veranlasste die Gemeinde, ein Parkhaus-Konzept in Auftrag zu geben. Das Resultat liegt nun vor. Je nach Variante könnten auf dem unteren Parkplatz in einem zweigeschössigen Bau 144 Einstellplätze verwirklicht werden. Weil im Rahmen des gleichen Projekts auch die Zufahrt und die Anordnung der Parkplätze im Freien neu gestaltet werden, wird das Gesamtangebot des Parkings lediglich um 21 bis 38 Plätze erhöht. „Wir wollen in erster Linie die Qualität des Angebots und nicht die Parkplatzqualität erhöhen“, betont Gemeindepräsidentin Edith Nanzer auf Anfrage gegenüber der RhoneZeitung. Und Ressortchef Manfred Holzer fügt hinzu: „Wir wollen nicht den Privatverkehr fördern. Die Gemeinde hat alles Interesse daran, dass der öffentliche Verkehr in Blatten gut funktioniert.“ Aber ebenso klar ist, dass das jetzige Parkingangebot den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entspricht. Für den Gemeinderat sprechen aber auch ästhetische Gründe für ein Parkhaus. Nebst dem schmucken alten Dorfteil von Blatten ist der grosse oberirdische Parkplatz heute alles andere als eine Augenweide. Der Gemeinderat kann sich deshalb auch vorstellen, dass das Flachdach des Parkings nicht einfach geteert, sondern derart gestaltet wird, dass die Fläche zumindest im Sommer auch andersweitig genutzt werden kann.

Kostenpunkt: 3,5 Millionen
„Der Gemeinderat sieht es als seine Aufgabe, einen Anstoss zu geben. Wer aber letztlich das Projekt realisiert, ist noch offen“, erklärt die Präsidentin weiter. Laut Liegenschaftschef Holzer wäre es denkbar, dass eine private Trägerschaft das Parkhaus bauen und betreiben oder einzelne Einstellplätze verkaufen würde. In diesem Fall wäre die Gemeinde bereit, den Boden im Baurecht abzutreten. Eine andere Variante könnte sein, dass die Gemeinde als Bauherr und Betreiber auftritt und allenfalls einzelne Einstellplätze an Interessenten verkauft. Erste Kostenschätzungen belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Franken. Der Kaufpreis für einen Einstellplatz würde sich auf 30'000 bis 35'000 Franken belaufen. Dabei handelt es sich um einen Selbstkostenpreis, wie Gemeinderat Manfred Holzer weiter betont.

Nachfrage abklären
In einem nächsten Schritt will der Gemeinderat die Nachfrage nach Einstellplätzen genauer abklären. Ferienwohnungsbesitzer, die am Parking interessiert sind, können sich bei der Gemeinde melden. Zugleich wird man mit möglichen Investoren, die sich an einer privaten Trägerschaft beteiligen möchten, das Gespräch suchen. Erst wenn das Bedürfnis klar abschätzbar ist, wird das Parkhausprojekt konkretisiert.

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