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Der Walliser Gesundheitsminister hat derzeit
einen schweren Stand. An der OGA-Eröffnung hat Stadtpräsidentin
Viola Amherd dem SP-Staatsrat Thomas Burgener Augenwischerei und mangelnde
Dossierkenntnis unterstellt. Wie man aus zwei Krankenhäusern mit
ausgeglichenen Rechnungen ein Spitalzentrum Oberwallis mit Akutbereich
in Visp und entsprechenden Defiziten machen kann, das ist nicht nur für
die Briger Classe politique schwer nachvollziehbar. Da hilft auch die
staatsrätliche Medienkonferenz kaum darüber hinweg. Unmut macht
sich auch beim Fussvolk breit: Viele betroffene Patienten und Spitalangestellten
finden sich mit der Spitalreform kaum zu recht. Zugegeben: Eine Versachlichung
der Spitaldebatte tut not. Dazu müssen das Gesundheitsdepartement
und das Spitalzentrum seine Informationsstrategie überdenken und
verbessern. Ansonsten dürfte die Spitaldebatte zum brisanten Wahlkampfthema
werden. Wer dann politisch überleben wird, ist heute noch schwer
abzuschätzen. Fakt ist aber ebenso: Eine Abwahl Burgeners könnte
fürs ganze Oberwallis negative Folgen haben. Nicht etwa, weil nur
ein Sozialdemokrat die Probleme lösen kann. Offenbar hat sich Jean-Michel
Cina gemäss letzter SonntagsZeitung nun doch zu einer Staatsratskandidatur
durchgerungen. Gehen wir davon aus, dass der prominente Nationalrat von
den CVPO-Delegierten am 21. Januar 2005 zum offiziellen Kandidaten gekürt
wird, scheint dessen Wahl als äusserst wahrscheinlich. Das deutschsprachige
Wallis die Salgescher mögen mir dies verzeihen wäre
dann noch durch einen halben Oberwalliser Staatsrat in der Kantonsregierung
vertreten. Und das könnte in den Zeiten härterer, innerkantonaler
Verteilkämpfe ein Nachteil sein. Da die CSPO kaum ins Rennen steigt,
bleibt aus Oberwalliser Sicht trotz Spitaldebatte nur eines: Thomas Burgener
muss auf die rote Liste bedrohter Politwesen gesetzt und unter Artenschutz
gestellt werden...
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