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Die RZ, die Sie gerade lesen, hat Ihnen
die Post gebracht. Die Briefträger versorgen jede Oberwalliser Haushaltung
mit der RhoneZeitung ein Service, den sonst niemand im Oberwallis
anbietet.
Das Beispiel zeigt: Empfänger wie Absender sind auf eine
flächendeckende Grundversorgung angewiesen. Unsere Erfahrung: Zu
99 Prozent stimmt die Qualität. Das restliche Prozent ist der Faktor
Mensch, der nicht jeden Tag immer die gleiche Leistung bringen kann. Das
ist normal. Zugegeben: In machen Postetagen hat sich trotz
Liberalisierung der Beamten-Mief noch nicht ganz verzogen. Trotzdem: In
der Gesamtnote hat sich die Post ein sehr gut verdient.
Ob die Postinitiative nun angenommen wird oder nicht, an der Zustellung
wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Der Grundauftrag ist rechtlich
verankert. Allerdings: Das Poststellennetz, das im Oberwallis in den letzten
Jahren bereits weitgehend restrukturiert wurde, dürfte weiter ausgedünnt
werden. Agenturen, Hausdienst oder andere Alternativen werden vielerorts
und das ausdrücklich unter Mitberücksichtigung der Argumente
der Gemeinden die Poststellen ersetzen. Aber ist das so schlimm?
Nicht die
Anliegen der Politik, sondern des Kunden müssen berücksichtigt
werden. Und gerade eben dieser Kunde ist im Zeitalter von E-mail und
E-Banking, das auch von Postfinance forciert wird, immer weniger auf die
Post im Dorf angewiesen. Entsprechend rückläufig sind die Umsätze
in den kleinen Poststellen. Sich an die herkömmliche Poststelle als
Instrument gegen die Abwanderung zu klammern wäre ein Trugschluss.
Da müssen nicht die Post, sondern die Gemeinde- und Kantonspolitiker
ihre Hausaufgaben machen. Denn wem dient schon eine Poststelle, die lediglich
ein bis zwei Stunden pro Tag geöffnet ist? Da ist es doch bequemer,
das Paket oder die Einzahlung gleich dem Pöstler an der Haustür
in die Hand zu drücken. Der Service ist wichtiger als die Struktur.
Ihre
Meinung interessiert uns!
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