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Eignungsanalyse für National- oder Naturpark abgeschlossen
Ein Nationalpark für Zermatt?

 

Zermatt / Die Machbarkeitsstudie für einen National- oder Naturpark in Zermatt ist abgeschlossen. Jetzt soll ein Projektteam eingesetzt werden, um die Realisierung des Parks ins Auge zu fassen.

Von Walter Bellwald

Das Parlament hat in der letzten Woche den Bundesrat verpflichtet, schnellstmöglich ein Gesetz für Natur- und Landschaftspärke auszuarbeiten. Dadurch sollen entsprechende Projekte vorangetrieben werden.

Projektteam einsetzen
„Die Machbarkeitsstudie ist mitt-lerweile abgeschlossen“, bestätigt der zuständige Zermatter Gemeinderat Rafael Biner. „Jetzt geht es darum, über das weitere Vorgehen zu entscheiden und möglicherweise ein Projektteam einzusetzen, damit wir die Sache professionell angehen können.“ Auch wenn mit dem Beschluss von voriger Woche im eidgenössischen Parlament ein wichtiger Grundsatzentscheid bezüglich Natur- und Landschaftspärke gefällt wurde, gibt man sich auf Seiten der Initianten zurückhaltend. „Die Definition Naturpark ist sehr weitläufig. Darum werden wir die Gesetzesrevision weiter im Auge behalten und auf klare Richtlinien und Vorgaben aus Bern warten“, gibt sich Biner bedeckt. Noch in diesem Jahr will der Zermatter Gemeinderat entscheiden, ob und wie das Projekt weiterverfolgt wird.

Selbstbestimmung wahren
Für Biner ist es wichtig, dass ein solches Projekt von der Bevölkerung mitgetragen wird. „Wir müssen alle Vor- und Nachteile eines Naturparks aufzeigen und die Bevölkerung in das Projekt involvieren“, ist der Gemeinderat überzeugt. Weiter setzt Biner auf einen möglichst hohen Selbstbestimmungswert. „Bei der Realisierung eines Naturparks muss darauf geachtet werden, dass die heimische Land- und Forstwirtschaft nicht unter die Räder kommt.“ Auch der (Winter-)Tourismus dürfe nicht ausser Acht gelassen werden. „Das touristische Angebot wie beispielsweise das Heliskiing darf nicht eingeschränkt werden.“ Gerade darin bestehe die grosse Herausforderung: „Es ist wichtig, alles unter einen Hut zu bringen“, ist Biner überzeugt und gibt sich gleichzeitig optimistisch: „Wir werden einen guten Mittelweg finden.“

Wettbewerb lanciert
Auch für die Pro Natura Schweiz ist der Parlamentsentscheid ein positives Signal. Mediensprecher Peter Rüegg: „Es ist sehr wichtig, dass das Parlament dem Bundesrat den entsprechenden Auftrag erteilt hat. Dadurch werden die Kriterien und die Vergabe der Bundesgelder an die verschiedenen Projekte festgelegt.“ Für Rüegg ist es „eine biologische Notwendigkeit“, grössere Schutzgebiete zu schaffen, damit die Fauna und Flora längerfristig erhalten bleibt. Darum hat die Naturschutzorganisation einen Wettbewerb mit einem beachtlichen „Preisgeld“ lanciert: Wer zuerst ein pfannenfertiges Nationalpark-Projekt präsentieren kann, erhält eine Million Franken. Im Rennen sind neben Zermatt auch das Maderanertal (Uri), Locarnese (Tessin) und der Parc Adula (Tessin/Graubünden). Nach den Vorstellungen von Pro Natura sollte der Nationalpark schon in fünf(!) Jahren eröffnet werden. Rüegg: „Wir möchten den zweiten Nationalpark im Jahr 2009 zum 100-jährigen Bestehen des ersten Schweizer Nationalparks eröffnen.“

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