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Viele Einsprachen gegen die geplante Umfahrungsstrasse von Turtmann
Turtmann ohne Umfahrung?

 

Turtmann / Die Einsprachefrist gegen die geplante Umfahrungsstrasse von Turtmann ist am letzten Freitag definitiv – nach einer zehntägigen Verlängerung – abgelaufen. 22 Private und Geschäfte haben eingesprochen.

Von Ruth Seeholzer

„Ich hatte schon ein paar Einsprachen erwartet“, erklärt Gemeindepräsident Martin Leiggener gegenüber der RZ. „Jedoch nicht so viele.“ Wie schon beim ersten Projekt vor zwei Jahren ist der Widerstand gegen die geplante Umfahrungsstrasse in Teilen der Bevölkerung gross. Marcel Ammann, Landwirt und Viehhändler: „Wir Bauern würden wegen der Umfahrungsstrasse über 31 Hektaren Land verlieren.“ Das wäre ja vielleicht noch zu verkraften. Aber dass die bestehenden Durchgänge vom Dorf hinaus aufs Feld gesperrt würden, wenn die Umfahrungsstrasse kommt, das passt Ammann ganz und gar nicht.

„Schnitt durchs Dorf“
Auch direkte Anwohner der geplanten Umfahrungsstrasse wehren sich. Nicole Burchard: „Die Umfahrungsstrasse schneidet das neue Quartier auf dem Fäld vom Dorf ab.“ Und ihr Mann Georg Burchard, Initiant der Unterschriftensammlung gegen die Umfahrungsstrasse vor zwei Jahren, fragt: „Wer zahlt eigentlich den Rückbau der Strasse? Oder wird das Provisorium doch stehen bleiben?“ Die Gegner der Umfahrungsstrasse fordern eine Abstimmung. „Dem demokratischen Entscheid werden wir uns fügen“, so Ammann. Doch die Gemeinde weiss nichts von einer solchen Forderung. Gemeindepräsident Leiggener: „Ich hätte keine Angst vor einer Abstimmung. Die Mehrheit der Bevölkerung ist für die Umfahrung.“

 

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